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| 16:45 Uhr

Kultur in Vetschau
Diese Bilder laden zum Spazierengehen ein

 Andreas Staffetius inmitten seiner Bilder, die er mit Acrylmalerei angefertigt hat. Die Ausstellung befindet sich im Vetschauer Stadtschloss.
Andreas Staffetius inmitten seiner Bilder, die er mit Acrylmalerei angefertigt hat. Die Ausstellung befindet sich im Vetschauer Stadtschloss. FOTO: Philipp Brendel
Vetschau. Eine neue Ausstellung im Vetschauer Stadtschloss zeigt farbenfroher Acryltechniken von Andreas Staffetius. Von Philipp Brendel

Um die 250 Gemälde in nicht einmal drei Jahren – eine enorme künstlerische Leistung, die Andreas Staffetius da vollbracht hat. Erst 2016 begann der in Jessen wohnhafte Künstler seine malerische Laufbahn – in den ersten elf Monaten sind allein 120 Werke in Acryl entstanden. Seine erste Ausstellung konnte Staffetius vergangenes Jahr in Lieberose mit 80 seiner Meisterwerke feierlich eröffnen. Seitdem scheint das Interesse an seinen farbintensiven und durch fantasievolle Formgabe bestechenden Gemälden nicht mehr abzureißen.

Dabei schlägt das Herz des Künstlers schon lange für die Malerei: „In meiner Kindheit wollte ich Dekorationsmaler werden. Dies blieb mir leider verwehrt.“ Doch in den Jahren 2004 bis 2009 verwirklichte er sich seinen Kindheitstraum und absolvierte eine Ausbildung zum Werbegrafiker und Designer. Sich von einem seiner Bilder trennen zu müssen, würde ihm sehr schwer fallen: „Ich hänge an meinen Bildern. Sie sind wie meine Kinder, weil sie mir auch selbst sehr gut tun.“ Für die Entstehung der Bilder sei die jeweilige Stimmungslage entscheidend. „Mich faszinieren die Bewegung und Dynamik in meinen Bildern.“

Annelise Simon verfolgt schon längere Zeit die Laufbahn des Malers: „Es ist einfach erstaunlich, wie viel er in der kurzen Zeit geschaffen hat.“ Begeistert zeigt sie sich auch vom Facettenreichtum der Gemälde: „Jeder scheint hier ein passendes Motiv für sich zu finden. Für mich berühren sie die Seele und laden zum Spazierengehen ein.“

Monika Schubert, selbst leidenschaftliche Künstlerin, bewundert die strukturelle Vielfalt der Gemälde: „Man fragt sich, wie er das so grandios hinbekommen hat.“ Hierbei gibt Staffetius Einblicke ins künstlerische Schaffen. Durch dutzende Arbeitsgeräte, wie Kämme und Spieße, erreicht er die einzigartigen Muster und Oberflächenstrukturen. Mehr will er nicht verraten. Und seine Pläne für die Zukunft? Der Künstler will sich demnächst stärker der Pop Art widmen.

Bis Ende August besteht nun noch die Möglichkeit, die Ausstellung im Schloss Vetschau während der Öffnungszeiten der Stadtverwaltung zu besichtigen.