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"Märkwürdig" spottet im Schützenhaus Altdöbern

Das Kabarett "Märkwürdig" aus Königs Wusterhausen gastierte im Altdöberner Schützenhaus.
Das Kabarett "Märkwürdig" aus Königs Wusterhausen gastierte im Altdöberner Schützenhaus. FOTO: I. Hoberg
Altdöbern. Das Schützenhaus Altdöbern wird am Samstagabend gerockt, wenn um 21 Uhr Jessy Martens mit ihrer Band die Bühne betritt. Doch auch Satire und Humor bestimmen immer wieder die Stimmung im Saal. I. Hoberg

So ist das Kabarett "Märkwürdig" aus Königs Wusterhausen nach einiger Auftrittsabstinenz der Einladung des Clubs Extra gefolgt. Die vier Akteure stellten ihr neues Programm "Nun fangt nicht schon wieder an!" vor. Mancher Zuschauer erinnerte sich noch gern an den März 2008, damals hatte es einen Jubiläumsrückblick auf zehn Programme gegeben - nun der Neustart mit bekannten und neuen Gesichtern.

Peter Bodenstein, Chef des Kabaretts, schreibt nicht nur die kritischen Texte, er steht auch weiterhin auf der Bühne und zeigt, wo's langgeht. Er will sein Soloprogramm durchziehen, trifft aber auf den gewieften Widerstand des spielenden Musikers Gerald Schreck - auch ein bekanntes Gesicht. Die neue Quotenfrau des Kabaretts, Andrea Förster, steht den beiden Herren allerdings in nichts nach - auch wenn Rainer Buchheim als Vierter im Bunde ebenfalls ein neues Gesicht und der schreibende, sächselnde Techniker-Querkopf ist. Er fotografiert für alle Fälle erst einmal das Publikum - Daten sammeln ist alles in der heutigen Zeit.

Ob es die Volksvertreter sind oder die deutsche Sprache ist, "Märkwürdig" ist manches. Und auch der schnöde Mammon wird nicht vergessen, schließlich begegnet ist er in vielen Varianten präsent. Am Ende bleibt ein Trinkgeld in der Tasche, wie Peter Bodenstein feststellt.

Er versucht bis zum Schluss das Programm als sein Solo unters Publikum zu bringen, doch nicht nur er hat seinen Werbeslogan in der Tasche. "Ich für mich" präsentiert er stolz, "Vom Wir zum Ich", hält Gerald Schreck dagegen und Andrea Förster sagt "Ich auch". Als Zugabe widmen sich die Kabarettisten aus KW in einem Loblied den Daminnen, Mütterrinnen, Täterinnen und Opferinnen. Sie machen keine Revolution, aber sie spotten.