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| 01:27 Uhr

Lübbener Tafel hat jetzt ein Kühlfahrzeug

Mario Paulitz entlädt das neue Kühlfahrzeug der Tafel. Die Waren hat der Ein-Euro-Jobber gerade von einem Lübbener Einkaufsmarkt geholt.
Mario Paulitz entlädt das neue Kühlfahrzeug der Tafel. Die Waren hat der Ein-Euro-Jobber gerade von einem Lübbener Einkaufsmarkt geholt. FOTO: Tilo Winkler
Lübben/Luckau.. Die Luckauer Tafel mit zusätzlichen Ausgabestellen in Lübben und Golßen hat jetzt ein Kühlfahrzeug. Das rund 20 000 Euro teure Transportauto wurde aus Mitteln der Mittelbrandenburgischen Sparkasse und weiteren Spenden finanziert. Tilo Winkler

Kürzlich wurden mit dessen Hilfe erstmalig Lebensmittel zum Lübbener Standort gebracht.

Warten auf Einlass
Während vorn am Eingang rund 20 Menschen geduldig auf Einlass warteten, war auf der Rückseite des Gebäudes an der Wettiner Straße Mario Paulitz noch damit beschäftigt, Kisten mit Obst und Gemüse zu entladen. Der Ein-Euro-Jobber hatte gerade die Spenden von einem Lübbener Lebensmittelmarkt abgeholt. Es war bereits seine vierte Tour. Dass er jetzt mit einem Kühlauto die Ware transportieren kann, sei ein Fortschritt. „Es hält sich alles länger“ , sagte Mario Paulitz. Gerade bei Tiefkühlkost mache sich der Kühlraum bemerkbar.
Zwischen der im Mai übergebenen Sparkassenspende in Höhe von rund 14 000 Euro und dem Anschaffungspreis für das Auto hatte zunächst eine Lücke von 6000 Euro geklafft. Das fehlende Geld wurde vom Tafel-Betreiber, dem Albert-Schweitzer-Familienwerk, zusammengekratzt. „Wir hatten schon im Vorfeld auf das Auto hingespart“ , sagte Bereichsleiterin Brigitte Huth. Ein Rest in Höhe von rund 1500 Euro sei von den anderen Tafeln, die das Familienwerk in Cottbus, Spremberg und Welzow betreibt, verauslagt worden.
Ungewiss bleibt dagegen, an welchen Standort die Lübbener Tafel ziehen wird. „Wir haben weiterhin keine neuen Räume in Aussicht“ , so Brigitte Huth. Zwei Angebote hätten sich zerschlagen, weil sie ungeeignet seien. „Das habe ich Bürgermeister Lothar Bretterbauer in einem Brief mitgeteilt.“ Die Tafel ist derzeit Mieter in dem Gebäude der Wohnungsbaugesellschaft Lübben. Das Unternehmen will den Flachbau abreißen und dort Parkplätze errichten.
Kopfschmerzen bereiten dem Tafel-Betreiber die steigenden Betriebskosten. Vor allem der Aufwand für Kraftstoff sei hoch. „Uns geht es so wie jedem Privathaushalt“ , sagte Brigitte Huth. Einsparungen habe es dagegen bei den Ausgaben für Strom gegeben. „Wir haben in den vergangenen Jahren nach und nach neue Kühlschränke gekauft. Das macht sich bemerkbar“ , so Huth.

Kleingärtner spenden auch
Zurzeit werden nach Angaben von Brigitte Huth 1840 Menschen, darunter 530 Kinder, von der Tafel in Lübben, Luckau und Golßen versorgt. Die Ware wird vor allem von Einkaufsmärkten gespendet. „Aber auch Kleingärtner geben uns Obst und Gemüse“ , so die Tafel-Chefin. Die Spendenbereitschaft sei nach wie vor groß. „Wenn es mal etwas knapper ist, fahren wir zu anderen Tafeln, die uns etwas abgeben können.“ (tw)