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| 02:32 Uhr

Lübbenauer wollen 2016 zum Freund

Eveline Schenker freut sich mit Ehegatte Helmut über ihr Präsent.
Eveline Schenker freut sich mit Ehegatte Helmut über ihr Präsent. FOTO: Preikschat
Lübbenau. Viel Grund sich zu bedanken, hatte der Lübbenauer Bürgermeister Helmut Wenzel (parteilos) am Sonntag beim Neujahrsempfang. Seine 140 Gäste hatten ihren Anteil, dass 2015 ein gutes Jahr war für die Stadt. Zugleich stimmte Wenzel auf neue Aufgaben ein. Daniel Preikschat

"Vertrauensvoll und ohne Vorurteile" hat die Festgesellschaft im Rathaus 2016 begrüßt - und damit ganz im Sinne des Dichters Novalis, den der Bürgermeister in seiner Festrede zu Beginn zitierte. Denn nur mit dieser Haltung, so der Romantiker, mache man sich ein neues Jahr "schon halb zum Freund".

Wie in der Rede Wenzels deutlich wurde, bedarf es aber auch großen Einsatzes, damit ein Jahr erfreulich verläuft. Dies könnten die Lübbenauer von 2015 durchaus behaupten. Gerade mit Blick auf die 200 Veranstaltungen mit tausenden Besuchern, mit denen man den 700 Jahrestag der ersten urkundlichen Erwähnungen der Stadt gefeiert habe. 1400 Einheimische haben mitgewirkt, einigen von ihnen dankte Wenzel mit Präsenten. Darüber hinaus bestritten Sponsoren ein Drittel der Kosten für die Festjahrgestaltung. Auch ihnen gebührte der Dank des Bürgermeisters.

Indes wurde in Lübbenau 2015 nicht nur viel gefeiert, sondern auch gebaut, gestaltet und saniert, wie Wenzel betonte. Aufgezählt wurden: der Kreisverkehr an der L49, die Freiflächen an der Grotewohlstraße, die Schollstraße, die Brücke an der Orangerie, die Straßenbeleuchtung in Ragow, die Außenanlagen der Seelenbinder-Grundschule, das Gerätehaus in Groß Beuchow, Touristinformation, Nordgraben, Schloss-Bankettsaal.

Nicht weniger viel vorgenommen hat sich Lübbenau auch für 2016. Prominente Projekte aus Sicht Wenzels sind die Sanierungsarbeiten in der Kita Wichtel und in der Hirschberger-Grundschule, der Gemeindehäuser-Ausbau in Lehde und Leipe sowie die energetische Ertüchtigung des Delphinbads. Weitere Stichworte waren Karl-Marx-Straße, Neustadtgraben, Leiper Hafen und Brücken entlang des Leiper Wanderwegs. Für den Neubau der Bahnübergänge könne nun zumindest das Planfeststellungsverfahren starten. Geplant werden könne ferner der Spreeweltenbad-Ausbau samt Hotel.

Gern würde Wenzel die Herausforderungen im neuen Jahr, zu denen er auch die Integration der bisher 162 Flüchtlinge in der Stadt zählt, gemeinsam mit den Lübbenauern meistern. Die Entscheidung liegt bei ihnen - am 20. März ist Bürgermeisterwahl.