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| 11:12 Uhr

Schulplanung
Schulbezirke-Vorschlag wird für gut befunden

Kindern, Lehrern und Erziehern der Jenaplanschule in Lübbenau steht ein Umzug in die Neustadt bevor.
Kindern, Lehrern und Erziehern der Jenaplanschule in Lübbenau steht ein Umzug in die Neustadt bevor. FOTO: Daniel Preikschat / LR
Lübbenau. Kinder aus Boblitz, Bischdorf und Groß Lübbenau sollen künftig die Einrichtung in der Altstadt besuchen.

Im Ausschusschuss für Bildung hat sich in Sachen neue Schulbezirke ein klares Meinungsbild ergeben: Die meisten Abgeordneten können sich mit dem Vorschlag der Lübbenauer Stadtverwaltung anfreunden, künftig auch Kinder aus den Ortsteilen Boblitz, Groß Lübbenau und Bischdorf in die Traugott-Hirschberger-Grundschule in der Altstadt zu schicken. Lediglich in der SPD-Fraktion gibt es noch Diskussionsbedarf, so der stellvertretende Vorsitzende Frank Zelder.

Einige Fraktionsmitglieder, so Zelder, würden sich eine bessere Durchmischung von Schülern aus den Ortsteilen und aus dem Stadtgebiet in der Hirschberger-Schule wünschen. Laut der Vorzugsvariante aus dem Rathaus jedoch würde die Altstadt-Grundschule vor allem Kinder aus den Ortsteilen, die Werner-Seelenbinder-Grundschule in der Neustadt jedoch überwiegend Kinder aus dem Stadtgebiet besuchen.

Sebastian Liedtke (Linke), Eberhard Richter (AWG) und Norbert Badack (CDU) jedoch machten deutlich, dass der Rathaus-Vorschlag in ihren Fraktionen gut ankommt. Von einer realitätsnahen Planung war die Rede und von einer ausgewogenen Mischung in beiden Einrichtungen mit Schülern aus Stadt und Land. Auch werde der historisch gewachsenen Verbundenheit der Ortsteile mit den Grundschulen Rechnung getragen. In der SPD-Fraktion soll nun mit einem Rathaus-Mitarbeiter das Thema Schulbezirke nochmals diskutiert werden. Diesem Wunsch Frank Zelders wird nachgekommen.

Anlass, die Einzugsbiete neu zu bestimmen, ist die bereits beschlosse Schulentwicklungsplanung für die Stadt Lübbenau. Die beiden kommunalen Regelgrundschulen in der Alt- und in der Neustadt sollen künftig in etwa gleich viele Schüler aufnehmen. Entsprechend soll die Klassenstärke gleich sein und hier wie dort jeweils zwei Klassen pro Jahrgangsstufe unterrichtet werden.

Derzeit hat die Seelenbinder-Grundschule noch eine Klasse pro Jahrgangsstufe mehr und entsprechend deutlich mehr Schüler. Räumlich und auch personell wird in der Einrichtung längst hart an Kapazitätsgrenze unterrichtet.