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| 02:32 Uhr

Lübbenauer Schüler erinnern an den Tag der Befreiung

Lübbenauer Schüler nutzten für ihr Gedenk-Programm die Möglichkeiten einer Bühne.
Lübbenauer Schüler nutzten für ihr Gedenk-Programm die Möglichkeiten einer Bühne. FOTO: Daniel Preikschat
Lübbenau. Auf eindrucksvolle Weise haben Schüler der Traugott-Hirschberger-Grundschule und der Ehm Welk-Oberschule in der Bunten Bühne an die Befreiung von KZ-Häftlingen vor 71 Jahren in Auschwitz gedacht. Unter anderem wurde dabei aus Bertolt Brechts 35 Strophen-Gedicht "Kinderkreuzzug" vorgelesen, dazu passend historische Fotos verfolgter und inhaftierter Juden auf eine Leinwand projiziert. Daniel Preikschat

Der evangelische Pfarrer Andreas Döhler betonte die Bedeutung der jährlich stattfindenden Gedenkveranstaltungen. Es lebten kaum noch Zeitzeugen des industriell mit Methode betriebenen Massenmords der Nazis. Persönliche Erinnerungen müssten daher in das "kulturelle Gedächtnis" überführt werden. Den Veranstaltern der Demonstrationen gegen die deutsche Asylpolitik in Lübbenau hielt der Pfarrer vor, dem Rechtsextremismus keine klare Absage zu erteilen. Wer verschweige, stimme zu. Mitläufer etwa bei den Pegida-Protesten, sagte Bürgermeister Helmut Wenzel (parteilos), ließen sich von Rechtsextremen instrumentalisieren und blendeten aus, was damals passiert ist.