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Jetzt bessere Akustik
Lübbenauer Rathaus-Saal besteht den Praxistest

Hörbar besser als bisher konnten Besucher die erste Stadtverordnetensitzung im sanierten großen Rathaussaal verfolgen.
Hörbar besser als bisher konnten Besucher die erste Stadtverordnetensitzung im sanierten großen Rathaussaal verfolgen. FOTO: Daniel Preikschat / LR
Lübbenau. Der große Sitzungsraum sieht nach der Sanierung nicht nur moderner aus, man hört nun auch mehr.

Der Lübbenauer Erwin Lieke ist einer der kritischsten Beobachter der Lübbenauer Stadtverordnetensitzungen. Wiederholt hat er, in der Einwohnerfragestunde am Mikrofon stehend, auch auf die schlechte Akustik in dem Saal hingewiesen. Es würden hier wichtige Sachverhalte besprochen, die den Bürger betreffen. Da sei es nicht gut, so wenig zu verstehen.

Bei der Stadtverordnetenversammlung am Mittwoch aber verstand Erwin Lieke alles gut, wie er dem Stadtverordnetenvorsteher Uwe Pielenz mit einem Zeichen aus der hinteren Reihe signalisierte. Pielenz hatte sich interessiert erkundigt. Habe doch der Senior aus Lübbenau „am meisten gelitten“ unter der schlechten Akustik. Wahrscheinlich weil am Mittwoch unter anderem über den Umzug der Jenaplanschule entschieden wurde, waren viele Besucher gekommen. Sie nahmen nicht nur einen guten Höreindruck mit. Denn auch optisch hat sich viel getan in und auch außerhalb des Großen Sitzungssaals.

Der Raum ist etwas kleiner geworden. Eine Wand trennt den Sitzungsraum von Garderobe und Abstellbereich. Im Rathaussaal sowie im Nebenraum und im Flur sind Info-Bildschirme an die Wände angebracht worden. Ein Decken-Beamer kann großformatige Bilder auf die Giebelseite hinter der erneuerten Bühne werfen. Neu sind auch Stühle und Tische auf Rädern sowie der Anstrich der bauakustisch ertüchtigten Wände und Decken.

Die Sanierung und der Einbau der Medientechnik in der Sommerpause haben insgesamt fast 410 000 Euro gekostet, so Kerstin Schäfer vom Gebäudemanagement der Stadtverwaltung. Architekt, Fachplaner und neun Firmen haben das Gesamtkonzept erstellt und umgesetzt. Dabei sei auch die Beleuchtungsanlage nochmal angefasst worden.

Das Akustik-Problem im Großen Sitzungssaal, so Kerstin Schäfer, hatte die Stadt seit Erwerb des Gebäudes 2005. Vordringlicher aber waren zunächst der Einbau von WC-Anlage, energiesparender Beleuchtung und Archivlüftung sowie die Renovierung von Büroräumen.