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| 02:32 Uhr

Lübbenauer Mieter können sparen

Monteur Tonio Kloas wechselt Heizkostenzähler.
Monteur Tonio Kloas wechselt Heizkostenzähler. FOTO: Jan Gloßmann
Lübbenau. Gewinne soll es ab 2014 geben, und die Mieter sollen dabei sparen: Dieses Ziel hat die Wohnungsbaugesellschaft im Spreewald (WiS) Lübbenau ihrem Tochterunternehmen Bekotec vorgegeben. Jan Gloßmann

Die Ende 2010 gegründete Firma Bekotec bündelt nach und nach alle energetischen Dienstleistungen in einer Hand. "Damit wollen wir künftig auch Geld verdienen", sagt WiS-Geschäftsführer Michael Jakobs. Und es klingt verlockend: "Für die Mieter soll noch eine Kostenersparniss herauskommen."

In den zurückliegenden Wochen waren Monteure in den Häusern unterwegs, um beispielsweise Heizkosten- oder Wasserzähler zu wechseln. Fortlaufend werden so die Verträge mit dem bisherige privaten Dienstleister abgelöst. Im laufende Jahr sollen etwa 2200 Wohnungen umgerüstet sein, 2014 und 2015 folgen weitere je 1100 Wohnungen.

Grund für den Vorstoß, der über mehrere Jahre vorbereitet worden ist, waren steigende Preise der privaten Anbieter in einem eingeschränkten Markt. Jakobs: "Daher haben wir gesagt, das könne wir auch allein machen. Als vergleichsweise kleines Unternehmen hatten wir sonst wenig Chancen, günstigere Preise zu erzielen."

Erste Effekte seien bereits spürbar, erklärt Projektmanagerin Sindy Weiher. So ließen sich anhand der Wasserzähler in eigener Regie schneller mögliche Lecks in den Leitungen erkennen. "Früher hat das schon mal eineinhalb Jahre gedauert, bis anhand der Abrechnung klar wurde, das was nicht stimmt." Der betroffene Mieter müsse so den Verlust nicht tragen.

Etwa 340 000 Euro investiert die Bekotec in die neue Technik, um "technologisch auf dem neuesten Stand zu sein", so Jakobs. Zudem müssten die Ableser nicht mehr in die Wohnungen, auch das läuft über Funk. Insgesamt, so sagt es Jakobs voraus, werde die Bekotec kostengünstiger arbeiten als die großen Marktführer. "Wir können preiswerter sein, da wir weniger Verwaltungskosten haben und auch die Rendite-Erwartungen niedriger liegen." Anfängliche Probleme beim Umbau aufgrund veralteter und brechender Leitungen sei behoben.

Sparen sollen die Mieter auch an den Müllplätzen. Derzeit sind drei Anlagen in Betrieb, die den Verbrauch des Einzelnen messen können. Ziel sei es, die Menge des Restmülls zu verringern, unter anderm durch bessere Trennung der Müllarten. Die Prognosen der Hersteller hätten sich bislang weitgehend bestätigt - die Einsparung liege bei etwa 30 Prozent. Insgesamt sollen 15 solcher Anlagen im Bestand entstehen.

Zum Thema:
Die Wohnungen, die die WiS derzeit an der Paul-Fahlisch-Straße errichten lässt, werden über ein Blockheizkraftwerk (BHKW) versorgt. Betreiber wird das Tochterunternehmen Bekotec. Das BHKW produziert auf Erdgas-Basis Wärme und Strom. Der Vermieter verspricht sich davon günstigere Preise, das der Strom als "Abfall" der Wärmeproduktion anfällt. Bis Ende 2014 entstehen dort 28 exklusive Wohnungen.