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| 17:03 Uhr

Warten auf wärme Temperaturen
Lübbenauer Markt sehnt Frühling herbei

Die ehemalige Marktleiterin Hannelore Walpuski ist bei Blumenhändlerin Constanze Lehmann noch immer eine gern gesehene Kundin.
Die ehemalige Marktleiterin Hannelore Walpuski ist bei Blumenhändlerin Constanze Lehmann noch immer eine gern gesehene Kundin. FOTO: LR / Jenny Theiler
Lübbenau. Regionale Händler aus Lübbenau und Umgebung befürchten Umsatzeinbußen wegen anhaltenden Winterwetters. Von Jenny Theiler

(the) Zwei Mal in der Woche bietet der Markt in der Lübbenauer Neustadt seinen Kunden eine regionale Produktvielfalt an. Vom bekannten Fleischer, über den Bäcker von nebenan bis hin zum örtlichen Obsthändler – wer gerne regionalbewusst einkauft und viel von frischen Lebensmitteln hält, besucht den Markt am Dienstag und Donnerstag.

Momentan bleibt das bunte Markttreiben allerdings aus. „Ob es voll wird oder nicht, hängt immer vom Wetter ab“, betont Marktmeister Egon Vetter. Im Winter ist das Marktangebot auf nur wenige Stände reduziert, was einerseits mit den niedrigen Temperaturen zu tun hat. „Der Winter war sehr hart, einige Händler haben ihre Waren bei minus 14 Grad trotzdem angeboten“, erinnert sich der Marktmeister. So viel Einsatz würde aber auch nicht viel bringen, wenn die Kundschaft ausbleibe.

Zudem ist die Verfügbarkeit vieler Produkte saisonabhängig, sagt Blumenhändlerin Constanze Lehmann. „Im letzten Jahr um diese Zeit war der Pflanzenverkauf bereits in vollem Gange“, erinnert sich die Blumenfachfrau. Dass der Abverkauf noch immer nicht richtig angelaufen sei, liege am kalten Wetter. „Aber trotzdem gucken sich die Leute intensiver um und lassen sich auch schon gern beraten“, berichtet Constanze Lehmann aus Erfahrungen.

Das Markttreiben hat sich, vor allem in Ostdeutschland, zurückentwickelt. „Die Leute haben kaum noch Zeit, auf den Markt zu gehen. Vormittags arbeiten ja die meisten“, sagt Egon Vetter. In Westdeutschland sei das Markttreiben viel stärker verbreitet, da dort auch die Dichte der traditionellen Hausfrauen, die auf dem Markt einkaufen, noch immer recht hoch sei. Demzufolge sind auch die Standpreise günstiger als in Ostdeutschland.

Dennoch blicken Händler und Marktmeister positiv in die neue Saison. Wenn es wieder wärmer wird, wächst auch wieder die Warenvielfalt. Zwischen 15 und 20 Händler warten dann darauf, ihre Kunden mit frischem Spargel, Erdbeeren und süßem Honig zu versorgen.