| 19:07 Uhr

Lübbenauer feiern mit slowenischen Gästen
Lübbenauer haben neuen Partner

Die Bürgermeister von Kocevje und Lübbenau, Vladimir Prebilic (l.) und Helmut Wenzel, unterschreiben den Vertrag für eine Städtepartnerschaft. Stadtverordnetenvorsteher Uwe Pielenz (r.) verfolgt das mit Freuden.
Die Bürgermeister von Kocevje und Lübbenau, Vladimir Prebilic (l.) und Helmut Wenzel, unterschreiben den Vertrag für eine Städtepartnerschaft. Stadtverordnetenvorsteher Uwe Pielenz (r.) verfolgt das mit Freuden. FOTO: Daniel Preikschat / LR
Lübbenau. Beim Neujahrsempfang wurde ein Vertrag mit Kocevje unterschrieben. Aber nicht nur.

Gäste aus dem slowenischen Kocevje haben dem Neujahrsempfang der Stadt Lübbenau am Sonntag besonderes Flair verliehen. Zum einen waren da die Liedbeträge der Sängerin Urska Bakovics, die für melodische Abwechselung zwischen den Reden sorgten. Zum anderen unterschrieb Kocevjes Bürgermeister Vladimir Prebilic mit seinem Lübbenauer Amtskollegen Helmut Wenzel den Vertrag für eine Städtepartnerschaft.

Der Vertrag ist Konsequenz einer zehnjährigen Verbundenheit beider Städte, wie aus den Vorbemerkungen von Lübbenaus Bürgermeister Helmut Wenzel hervorging. Vor allem Sportler und Jugendliche haben sich gegenseitig besucht und waren unter anderem bei „Spielen der Freundschaft“ gemeinsam aktiv. Doch auch Musikvereine, Fotoclubs und Kulturinstitutionen begegnen sich. Wenzel sieht den Vertrag, in dem die Förderung solchen Austauschs vereinbart ist, auch als Beitrag für ein vereintes Europa.

Ein Gedanke, den sein slowenischer Amtskollege nach Unterzeichnung des Vertrags in einem Redebeitrag noch ausführte. Gerade in einer Zeit, in der in Europa Vorurteile und nationalistische Bestrebungen wieder aufkeimen, seien Partnerschaften auf lokaler Ebene äußerst wichtig. Anders als die politischen Eliten, müssten sich Bürgermeister wie er und sein Lübbenauer Kollege direkt gegenüber den Bürgern verantworten. Dabei verbeugte sich Vladimir Prebilic verbal vor Helmut Wenzel. Er bewundere dessen Arbeit, Ehrlichkeit und Enthusiasmus.

Sätze, die der Slowene vielleicht auch unter dem Eindruck des Rückblicks Helmut Wenzels auf 2017 sagte beziehungsweise seines Ausblicks auf 2018. Der Lübbenauer Bürgermeister hatte auf den Ausbau des Spreeweltenbads hingewiesen und den Neubau des daran angeschlossenen ApartHotels – ein 22 Millionen-Euro-Projekt, das 2017 begonnen und bis Ende diesen Jahres abgeschlossen sein soll. Ebenfalls bewerkstelligt werden soll 2018 der Bau eines Kreisverkehrs am Roten Platz, damit 2019 dort ein neues Einkaufszentrum entstehen kann.

Helmut Wenzel seinerseits lobte unter anderem die beiden neuen Ehrenmedaillenträger der Stadt Lübbenau. Sportlerin Sandra Verena Borrack verdiente sich die Auszeichnung mit dem Europameistertitel im Bogenlauf, den sie 2017 im niederländischen Zoetermeer errang. Kahnfährmann Arwed Franke habe sich „große Verdienste um die Entwicklung des touristischen Kahnfährwesens im Spreewald erworben.“ An der Qualifizierung der Kahnfährleute im Spreewald habe er erheblichen Anteil gehabt.

Apropos Qualität. Letzter Paukenschlag der Neujahrsfeier war die Übergabe des Qualitätsstadt-Siegels nach erfolgreicher Rezertifizierung 2017. Karola Borchert von der Tourismus-Marketing Brandenburg GmbH (TMB) übergab das Siegel an Birgit Tanner und Caroline Fürrl. Die Leiterin des Schlosshotels und die neue Geschäftsführerin der Spreewald-Touristinformation nahmen die Auszeichnung stellvertretend entgegen für die Akteure in mittlerweile 30 qualitätszertifizierten Tourismusbetrieben in Lübbenau. So viele, wie in keiner anderen Stadt Deutschlands.

Der Bürgermeister durfte außerdem der Lübbenauer Europameisterin im Bogenlauf, Sandra-Verena Borrack, die Ehrenmedaille der Stadt überreichen.
Der Bürgermeister durfte außerdem der Lübbenauer Europameisterin im Bogenlauf, Sandra-Verena Borrack, die Ehrenmedaille der Stadt überreichen. FOTO: Daniel Preikschat / LR