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Blick auf 2018
Lübbenauer haben 2018 viel vor

Lübbenauer Stadtforum im Großen Sitzungssaal des Rathauses. Stühle blieben hier nur in der ersten Reihe frei.
Lübbenauer Stadtforum im Großen Sitzungssaal des Rathauses. Stühle blieben hier nur in der ersten Reihe frei. FOTO: Daniel Preikschat / LR
Lübbenau. Im Stadtforum bekamen Besucher einen Ausblick auf Bauprojekte und Kulturveranstaltungen.

Nur ein Mal musste Peter Brandt am Mittwoch beim Lübbenauer Stadtforum etwas lauter werden. Aus den hinteren Reihen kam im Großen Sitzungssaal der Hinweis, er werde immer leiser. Daraufhin beanspruchte der Stadtplaner seine Stimmbänder etwas stärker bei seinem Vortrag. Immerhin ließ die Bitte um mehr Stimmvolumen darauf schließen, dass von größtem Interesse war, was Brandt zu sagen hatte. Vor allem dürfte das den zweiten Teil seines Redebetrags betroffen haben, in dem er im Schnelldurchlauf die 2018 geplanten Bauvorhaben ansprach. Dabei betonte Brandt, nur eine Auswahl treffen zu können. So viel habe man vor.

Der Rote Platz steht als Bauprojekt im nächsten Jahr klar im Fokus. Ende 2018 soll dort der Kreisverkehr gebaut sein, damit im Folgejahr die alten Gebäude des Einkaufszentrums abgerissen und die neuen gebaut werden können. Insgesamt ein Millionenprojekt. Was auch für die neue Kita im Ortsteil Boblitz gilt. Die bereits in diesem Jahr dort öffentlich vorgestellten Pläne sollen 2018 und 2019 für 2,6 Millionen Euro realisiert werden. Immerhin 500 000 Euro wird jeweils die Sanierung der maroden Bergstraße kosten und die Sicherung des Lokschuppens. Gerade das Dach und die Bausubstanz im Gebäude würden nicht gut aussehen, sagte Brandt. Wie die 4000 Quadratmeter Nutzfläche einmal genutzt werden könnten, ließe sich heute noch nicht sagen.

Außer in Boblitz wird 2018 auch in anderen Ortsteilen investiert. Der Stadtplaner nannte den Anbau für die Feuerwehr in Groß Radden, das Gerätehaus in Hindenberg und den Hafen in Leipe.

Jürgen Othmer und Michael Hensel vom Projektbüro Lübbenaubrücke im Kulturzentrum Gleis 3 war es vorbehalten, auf Kulturveranstaltungen vorauszublicken. Die „Polka-Beats“ werden auch 2018 in Lübbenau ertönen, so Hensel. Die Bands fühlten sich wohl in der Spreewaldstadt, der neue Konzerttermin steht fest: 9.Juni 2018. Außer den Polka-Musikern beehren möglicherweise auch die ebenso beliebten Olsenbande-Ganoven Lübbenau wieder. Er habe läuten hören, es könnte einen zweiten Teil der Sommertheater-Aufführungsreihe geben. Teil eins habe für 16 ausverkaufte Vorstellungen in der Mehrzweckhalle in Beuchow gesorgt. Dank „logistischer Meisterleistung“ der Bunten Bühne und ihrer Helfer.

Sogar bis 2019 blickte Lübbenaubrücke-Chef Jürgen Othmer voraus. Vom 14. bis 21. September  werde es wieder ein Spreewaldatelier geben. Sicherlich wieder mit Kreativschule für Kinder und einer Auktion der Kunstwerke, die Bildhauer und Karikaturisten in der Woche zustande bringen.  Anders als 2017 aber soll die Teilnahme wieder europaweit ausgeschrieben werden. Dieses Jahr sind zur Jubiläumsausgabe bekannte Künstler gezielt eingeladen worden. Einem von Ihnen, dem Karikaturisten Reiner Schwalme, werde am 4. Januar in der Rathausgalerie eine Plakate- und Posterausstellung gewidmet sein – zum 80. Geburtstag.

Neue Angebote für Wintertouristen in Lübbenau schließlich stellte Caroline Fürll vor, neue Geschäftsführerin der Spreeewald-Touristinformation. Und Schlosshotelleiterin Birgt Tanner erklärte, dass die Qualitätsstadt Lübbenau neue Service-Standards setzen will in puncto Barrierefreiheit, Digitalisierung und Ressourcenorientierung.