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Lübbenauer Film gewinnt in Potsdam

Fahlisch-Schüler auf der Bühne des Potsdamer Kinos.
Fahlisch-Schüler auf der Bühne des Potsdamer Kinos. FOTO: Kay Strasser
Potsdam. Die Lübbenauer Schüler der sechsten Leistungs- und Begabungsklasse haben einen Preis beim Kinderrechte-Festival in Potsdam eingeheimst. Die Kinderjury wählte am ersten Tag den Streifen "Das dunkle Geheimnis" zu ihrem Favoriten. Daniel Preikschat und Bernd Töpfer

An zwei Tagen herrschte Premierenfieber beim Kinderrechte-Filmfestival in Potsdam. 16 Kurzfilme, an denen über 400 Brandenburger Schüler mitgewirkt haben, standen im Wettbewerb. Während der dritten Brandenburger Ausgabe des Kinderrechte-Filmfestivals wurden sie im Thalia Kino in Potsdam gezeigt. Die kurzen Werke junger Regietalente im Alter von neun bis zwölf Jahren entstanden in den letzten Monaten während mehrtätiger Workshops an Brandenburger Schulen von Bad Wilsnack bis Woltersdorf. "In insgesamt neun Städten wurden sie gedreht. Die Kurzfilme befassten sich mit vielen Kinderrechten, darunter dem Recht auf Schutz von Privatsphäre und vor Drogen oder dem Recht auf Schutz vor Gewaltanwendung, Misshandlung, Verwahrlosung", so Dagny Kleber, zuständig für die Pressearbeit beim Filmfestival. Neben den Filmvorführungen gab es Gespräche mit den Filmemachern über Entstehung und Hintergründe der Filme und Diskussionen zum Thema Kinderrechte.

Bester Film aus Sicht der Kinderjury wurde "Das dunkle Geheimnis" vom Paul-Fahlisch-Gymnasium. Die Erwachsenen-Jury kürte den Film "Der Spielplatz" von den Schülern der Sigmund-Jähn-Grundschule Fürstenwalde zu ihrem Favoriten.

In Lübbenau hatten sich 27 Schüler der sechsten Leistungs- und Begabungsklasse des Paul-Fahlisch-Gymnasiums mit dem Thema Drogen auseinandergesetzt, daraufhin das Drehbuch geschrieben, Schauspieler gesucht und den Film gedreht - und das alles in Eigenregie.

Die Drehbuchgeschichte dreht sich um Julia, die plötzlich im Unterricht viel aktiver wird und überraschend sehr schnell laufen kann. Wie kann das sein? Die Antwort darauf im Film der Lübbenauer Schüler: Julia hat das Drogenversteck ihres Vaters gefunden und sich danach selbst aufgeputscht.

Die Szenen drehten die Sechstklässler Anfang Dezember an nur einem Tag. Dafür wurden sie nun mit dem Kinderjury-Preis belohnt und durften außerdem auf der Bühne das Thalia Kinos in Potsdam stehen.

Die Spreewälder haben aber sogar noch eine Chance, wenn in der nächsten Woche eine weitere Abstimmung startet. Ab dem 1. Februar sind alle Filme auf dem youtube-Channel des Kinderrechte-Filmfestivals zu sehen. Die User können hier wiederum bis zum 28.2. für ihren Favoriten voten.