ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 12:07 Uhr

Thailand
Lübbenauer erwartet heute auf Phuket sein Urteil im Mordprozess

Seit einem Jahr sitzt der Lübbenauer in Thailand im Gefängnis.
Seit einem Jahr sitzt der Lübbenauer in Thailand im Gefängnis. FOTO: Fotolia
Phuket. Mord im Ferienparadies: Im Fall eines 36-Jährigen aus Lübbenau, der auf der Insel Phuket in Thailand seine Freundin umgebracht haben soll, wird noch heute das Urteil erwartet.

Der 36 Jahre alte Auswanderer aus Lübbenau steht im thailändischen Badeort Phuket – seiner Wahlheimat – vor Gericht, weil er seine thailändische Freundin umgebracht haben soll. Mitte November hatte er sich des Totschlags für schuldig erklärt, nicht aber des Mordes. Er habe seine Freundin gewürgt, sie aber nicht töten wollen, sagte der aus Lübbenau stammende Angeklagte. Das widersprach einer früheren Aussage von ihm in einem Polizeiverhör, in der er sich des Mordes schuldig bekannt hatte.

Nun soll der Prozess sich seinem ende nähern. Noch an diesem Mittwoch werde ein Urteil erwartet, hieß es vor Ort. Im Falle eines Schuldspruchs droht dem Mann lebenslange Haft.

Die 35 Jahre alte Frau war Anfang Juli 2017 verschwunden. Acht Tage später wurde ihr Leichnam im Dschungel gefunden. Die Polizei hatte bald den deutschen Freund im Verdacht. Nach Angaben von Nachbarn gab es zwischen den beiden immer wieder Streit, weil der 36-Jährige besitzergreifend gewesen sei.

Polizisten fahndeten nach dem Mann und umstellten schließlich sein Haus. Als er festgenommen werden sollte, schnitt er sich mit einem Teppichmesser in die Kehle. Wegen des Suizidversuchs kam er ins Krankenhaus. Als er Mitte Juli aus der Klinik entlassen wurde, nahmen Polizisten ihn fest. Seitdem sitzt er in Phuket in Untersuchungshaft.

Der Mann war 2016 nach Thailand gezogen und arbeitete als Fitnesstrainer in dem Touristenort. Dort hatte er die Thailänderin kennengelernt. Der nächste Gerichtstermin war für den 14. Dezember geplant, ist nun aber verschoben worden. Sollte er wegen Mordes verurteilt werden, würde dem 36-Jährigen lebenslange Haft drohen.

(dpa/bob)