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| 18:36 Uhr

Forschungseinsatz am Südpol
Lübbenauer erntet erste Tomaten in der Antarktis

Der Lausitzer Antarktis-Botaniker Paul Zabel mit den ersten vor Ort geernteten Tomaten.
Der Lausitzer Antarktis-Botaniker Paul Zabel mit den ersten vor Ort geernteten Tomaten. FOTO: DLR
Lübbenau. Eine erfolgreiche Ernte kann Paul Zabel vermelden. Der Lübbenauer Biologe arbeitet derzeit in der Antarktis und versucht dort, Gemüse unter Weltraumbedingungen zu züchten. Bei den Tomaten ist es ihm gelungen. Von Bodo Baumert

„Die erst Tomatenernte aus unserem Antarktisgewächshaus ist perfekt“, vermeldet das Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) und präsentierte ein Foto von Paul Zabel mit seinen Tomaten. Insgesamt 228 orangene Tomaten mit einem Gewicht von rund 1,2 Kilo und 261 rote Tomaten mit einem Gewicht von etwa 1,7 Kilo hat der Lübbenauer in dem künstlichen Labor der Antarktis-Forschungsstation gezüchtet.

Die Tomaten werden den Essensplan der Forscher im ewigen Eis bereichern – genau wie das weitere Gemüse, das der Biologie in den vergangenen Wochen bereits geerntet hat: 3,6 Kilogramm Salat, 70 Radieschen und 18 Gurken.

An der Neumayer-Station III des Alfred-Wegener-Instituts sind derzeit zehn Überwinterer untergebracht. Frisches Gemüse der letzten Lieferung Ende Februar ist mittlerweile aufgebraucht, so dass sich die Bewohner über die frische Ergänzung auf ihrem Speiseteller freuen.

Die Erfahrungen des Projektes sollen künftig in der Raumfahrt eingesetzt werden, wo ähnlich schwierige Bedingungen für den Anbau zu erwarten sind.