ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 02:41 Uhr

Lübbenauer Abiturient will in die Politik

Robin Roy aus Lübbenau hat klare Ziele. Im Hintergrund die Rückseite seines Paul-Fahlisch-Gymnasiums in Lübbenau.
Robin Roy aus Lübbenau hat klare Ziele. Im Hintergrund die Rückseite seines Paul-Fahlisch-Gymnasiums in Lübbenau. FOTO: Daniel Preikschat
Lübbenau. Einen jüngeren regelmäßigen Leser der "Wirtschaftswoche" dürfte es in Lübbenau, vielleicht sogar im ganzen Spreewald, kaum geben. Die Lektüre des gerade 17 Jahre alten Robin Roy, der kürzlich am Paul-Fahlisch-Gymnasium sein Abitur gemacht hat, verrät schon einiges über ihn. dpr

Wirtschaft, erzählt der Sohn des selbstständigen Unternehmers Rainer Roy im RUNDSCHAU-Gespräch, hätte er gern am Gymnasium als Leistungskurs belegt. Leider war das aber nicht im Angebot.

Aber wer weiß, vielleicht wird Robin Roy selbst seinen Beitrag leisten, das irgendwann Mal zu ändern. Denn er will in die Politik. Mit einem Bein ist er das auch schon. Trotz seiner noch jungen Jahre. Im September vergangenen Jahres wurde er Mitglied der CDU und der Jungen Union. Robin Roy ist, logisch, auch Mitglied im CDU-Ortsverband Lübbenau. Und er will Angela Merkel dabei helfen, Kanzlerin zu bleiben. Dafür lässt er sich in Berlin im Konrad-Adenauer-Haus als Wahlkämpfer schulen.

Schon fast wie ein gestandener Politiker kann der junge Mann recht wortgewandt erklären, warum er die Christdemokraten gut findet. Er stehe hinter der Energiepolitik der CDU, findet die Griechenlandhilfe richtig, die Finanzminister Wolfgang Schäuble gewähren will. Und in der Außenpolitik genieße Angela Merkel ja nun schon "Veteranenstatus". Mit ihrer Vernunft meistere sie Krisen. Auch die viel diskutierte Flüchtlingspolitik der Union findet Robin Roy nicht kritikwürdig.

Hätte der junge Lübbenauer am Gymnasium das Fach Wirtschaft als Leistungskurs wählen können - wahrscheinlich wäre dann sein Abi-Schnitt besser als "nur" gut gewesen. Jetzt muss er bangen, ob er in Potsdam für den Studiengang Politik und Wirtschaft angenommen wird. Der Numerus clausus liegt bei 2,0. Zweite Wahl wäre ein Studium an der Berliner Humbold-Uni. Volkswirtschaftslehre. Hier liegt der NC bei 2,4. Das sollte für Robin auf jeden Fall reichen.

Nach dem Studium, das weiß der junge Mann schon jetzt, gehe er entweder direkt in die Politik oder er wird Politikberater. Medienerfahrung, die er im Berufsleben später wohl gut gebrauchen kann, hat er schon gesammelt. Der rbb zeigte sich an dem jungen CDUler interessiert und widmete ihm einige Sendeminuten in der Serie "Die Einmischer". Beim ersten Dreh habe er "ganz schön Muffensausen" gehabt, beim zweiten Dreh sei er schon ruhiger gewesen, danach setzte der Gewöhnungseffekt ein.