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Lübbenau
Fast sicher: OSZ wird Jenaplanhaus

Alles deutet darauf hin, dass dieses OSZ-Gebäude am Rand der Neustadt das neue Lübbenauer Jenaplanhaus wird.
Alles deutet darauf hin, dass dieses OSZ-Gebäude am Rand der Neustadt das neue Lübbenauer Jenaplanhaus wird. FOTO: Kuschy / LR
Lübbenau. Lübbenauer Hauptausschuss trifft wohl Vorentscheidung zur Schulentwicklung in der Stadt.

Mit der letzten Sitzung der Lübbenauer Stadtverordnetenversammlung am Mittwoch, 6. Dezember, dürfte auch die endgültige Entscheidung zur Schulentwicklung in der Spreewaldstadt fallen. Der vorbereitende Hauptausschuss am Mittwochabend könnte bereits eine Vorentscheidung getroffen haben. Seinem Beschluss zufolge kommt Variante 1b mit mehr Vor- als Nachteilen gegenüber allen anderen Varianten infrage. Demnach würde das Jenaplanhaus an der Postraße in das Gebäude des Oberstufenzentrums am Rand der Neustadt umziehen.

Der Kreistag hat bereits den Beschluss gefasst, dass dieses Gebäude an die Stadt Lübbenau verkauft werden kann. „Sollte die Stadtverordnetenversammlung dem Hauptausschuss folgen, können die Verkaufsverhandlungen mit dem Kreis beginnen“, erklärt Hauptamtsleiter Rainer Schamberg. Laut Bürgermeister Helmut Wenzel habe die Stadt dem Landkreis bereits ein Kaufangebot unterbreitet. Inklusive des Umbaus für die neue Nutzung entstünden Kosten von rund 1,3 Millionen Euro.

Im Bildungsausschuss in dieser Woche lag die Schulentwicklung im Einzelnen noch einmal auf dem Tisch. Alle Schulkonferenzen hatten Stellung genommen zur favorisierten Variante. „Bis auf die Jenaplanschule haben alle der Variante 1b zugestimmt“, fasst Helmut Wenzel zusammen. Jedoch stünde die Bildungseinrichtung einer grundsätzlichen Veränderung nicht entgegen. Bedingung aber sei, dass sie nicht auf eine Baustelle ziehe. Das sagt das Stadtoberhaupt zu. Sollte die Variante 1b beschlossen werden, käme ein Umzug eh frühestens zum Schuljahr 2019/2020 infrage. Die Stadt werde dem Bildungskonzept der Schule Rechnung tragen und Vertreter der Einrichtung in den gesamten Planungsprozess einbinden. Völlig neu zu gestalten wären dort ebenfalls die Sport- und Außenanlagen für alle Altersgruppen dieser Schule.

Während die Ehm-Welk-Oberschule nach jetzigem Stand von allen Umzügen und Veränderungen weitgehend verschont bleiben würde, stünde der Traugott-Hirschberger-Grundschule der Umzug in das Jenaplanhaus bevor. Das alte Gebäude der Hirschbergerschule würde teils zurückgebaut und schließlich Platz bieten für den Altstadthort. Helmut Wenzel bestätigte weiter, dass die Traugott-Hirschberger-Grundschule vor allem für Schüler aus der Altstadt als klassische Regelgrundschule am Standort erhalten bleibt. Die geschätzten Kosten liegen bei vier Millionen Euro.

Käme es also am 6. Dezember zum Beschluss der Variante 1b, müsste laut Bürgermeister inhaltlich auch über den Einwohnerantrag abgestimmt werden. Denn eine Elterninitiative hatte im Sommer binnen weniger Tage 1000 Unterschriften für den Erhalt beider Grundschulen in der Altstadt gesammelt. Schon 800 Unterschriften hätten gereicht, damit sich die Stadt mit dem Anliegen der Initiative befasst. Fazit der CDU-Fraktionsvorsitzenden Christina Balke im Hauptausschuss: „Nach Monaten haben wir ein gutes mehrheitsfähiges Ergebnis erzielt.