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| 15:20 Uhr

Tourismus im Spreewald
Lübbenau „Top of Deutschland“

Karola Borchert von der Tourismus-Marketing Brandenburg GmbH (2.v.l.) überreichte beim Neujahrsempfang Caroline Fürrl (2.v.r.) und Birgit Tanner, Sprecherinnen der Q-Betriebe in Lübbenau, das Qualitätssiegel. Bürgermeister Helmut Wenzel dankte den Damen für die geleistete Arbeit.
Karola Borchert von der Tourismus-Marketing Brandenburg GmbH (2.v.l.) überreichte beim Neujahrsempfang Caroline Fürrl (2.v.r.) und Birgit Tanner, Sprecherinnen der Q-Betriebe in Lübbenau, das Qualitätssiegel. Bürgermeister Helmut Wenzel dankte den Damen für die geleistete Arbeit. FOTO: Daniel Preikschat / LR
Lübbenau. Touristiker bilden in der Spreewaldstadt bundesweit die größte Qualitätsgemeinschaft.

Mit dem Slogan “Top of Spreewald“ werben die Lübbenauer schon länger für ihr hochwertiges touristisches Angebot. Doch seit Sonntag dürfen sie zu Recht sogar von sich behaupten „Top of Deutschland“ zu sein. Denn in keiner anderen Stadt bundesweit gibt es mehr touristische Betriebe, die sich zu einer Qualitätsgemeinschaft zusammengeschlossen haben als in Lübbenau – wie Bürgermeister Helmut Wenzel beim Neujahrsempfang gern betonte. Zu seinen geladenen Gästen, die das hörten, gehörte auch Karola Borchert von der Tourismus-Marketing GmbH (TMB) Brandenburg. Sie überreichte nach Wenzels einführenden Worten, die auch ein dickes Lob an alle Beteiligten einschloss, das Q-Stadt-Gütesiegel für die weiteren drei Jahre.

Karola Borchert erinnerte nochmals: Mindestens 15 touristische Betriebe braucht es, die gemeinsam Qualitätsstandards bestimmen und an ihrer Umsetzung arbeiten, damit sich eine Stadt Q-Stadt nennen darf. 2014, als die Lübbenauer das Siegels erstmals von der TMB nach entsprechenden Visiten überreicht bekamen, waren es gerade diese 15 Betriebe. Nunmehr sind es doppelt so viele und damit mehr als in allen anderen 23 Q-Städten.

Das nächste große Ziel, das die Lübbenauer aus Sicht Karola Borcherts nun anstreben sollten, ist die Bildung einer „Q-Region Spreewald“. Schließlich haben auch Lübben und Schwielochsee das Gütesiegel. Gemeinsam ließe sich noch viel auf den Weg bringen. Bereits spruchreif indes sind die Ziele der Lübbenauer für das Jahr 2018. Sie werden in einer Pressemitteilung der Spreewald-Touristinformation angesprochen. So soll die bereits konzipierte und angeschobene Winterkampagne „Wenn der Spreewald den Atem anhält“ fortgesetzt werden, so Geschäftsführerin Caroline Fürrl. Schönes Beispiel für ein neues Winterangebot in Lübbenau war für sie in der Vorweihnachtszeit 2017 die Theaterkahnfahrt der Kahnfährleute vom Kleinen Hafen „Am Spreeschlösschen“.

Weiter sollten sich die touristischen Leistungsträger in Lübbenau noch stärker vernetzen. Gute Gelegenheit dazu gibt im Frühjahr ein Gastro-Workshop, mit dem die Touristinformation in den vergangenen Jahren schon gute Erfahrungen gemacht habe. Wirte, Köche und Servicekräfte hatten zahlreich teilgenommen. Solche Qualifizierungsangebote zu schaffen, ist auch aus Sicht von Bürgermeister Helmut Wenzel ganz wichtig. Denn Hoteliers, Gastronomen oder Zimmervermieter kämen im stressigen Arbeitsalltag kaum dazu, sich oder ihren Mitarbeitern selbst solche Angebote zu organisieren.

Der Digitalisierung wollen die Lübbenauer ebenfalls noch mehr Rechnung tragen, wie es von der Touristinformation weiter heißt. „Unsere Website“, so der stellvertretende Geschäftsführer Daniel Schmidgunst, „erhielt 2017 einen Relaunch und ist damit auf dem neuesten Stand.“ Schon länger kostenlos verfügbar für Gäste ist in der Touristinformation freies W-Lan. Das sollte, so Schmidgunst, flächendenckend auch bei anderen Leistungsträgern Standard werden. Zur Digitalisierung gehöre zudem, die bereits vorhandene Lübbenau-App zu erweitern. Nicht nur Audio-Touren sollen Lübbenau-Besucher machen können, sagt der stellvertretende Geschäfstführer. Mit Hilfe der App sollen auch bequem Stadtführungen und Radtouren gebucht, bestenfalls sogar auch gleich bezahlt werden können. „Das gehört zu unseren Ansprüchen als Qualitätsstadt.“

Es bleibt offenbar dabei, dass sich in der Qualitätsstadt Lübbenau die Dienstleister besonders ehrgeizige Ziele setzen. „Viele Städte haben diese Standards für sich einfacher gesetzt“, sagte Bürgermeister Wenzel beim Neujahrsempfang am Sonntag. Und: „Aber wir wären eben nicht Lübbenau, wenn wir es anderen Städten gleichtäten.“