(red/abh) In einem Vortrag am Donnerstag, 24. Oktober, widmet sich Mêto Nowak über die Grundlagen der Brandenburger Minderheitenpolitik und die Möglichkeiten, die sich daraus beispielsweise für Kommunen ergeben. Außerdem thematisiert er den aktuellen Stand der Einbeziehung sorbischer/wendischer Aspekte in den Strukturwandel und möchte Impulse für die weitere zivilgesellschaftliche Diskussion geben.

Brandenburg verfügt insgesamt über ein umfassendes Instrumentarium der Minderheitenpolitik. Das Land hat  im Herbst nicht nur Landtagswahlen gehabt, es wurde auch ein neuer Rat für Angelegenheiten der Sorben/Wenden für die neue Legislaturperiode gewählt – das höchstes politisches Organ des sorbischen/wendischen Volkes.

Damit sollen sorbische/wendische Sprache, Identität und Kultur geschützt und gefördert werden. Angesichts des laufenden Strukturwandels in der Lausitz sind deutsch-slawische Mehrsprachigkeit, über Jahrhunderte aufgebautes interkulturelles Miteinander ein Potenzial, das allen in der Region zu Gute kommen könnte. Wie dies bisher in die Überlegungen zum Strukturwandel einbezogen wird, soll durch den Vortrag verdeutlicht werden. Er beginnt um 19 Uhr im Gleis 3 Lübbenau Atelier (Güterbahnhofstr. 58). Der Eintritt ist frei.