ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 01:45 Uhr

Lübbenau lehnt Wind-Pläne für Dubrauer Höhe ab

Lübbenau. Die Stadt Lübbenau hat in einer Stellungnahme zum neuen Regionalplan Windkraft Vorhaben auf der Dubrauer Höhe abgelehnt. Bürgermeister Helmut Wenzel (parteilos) erklärte vor den Stadtverordneten, dass die Kommune zwar nur mittelbar betroffen sei. jg

Die Pläne widersprächen jedoch der beabsichtigten, vor allem touristischen Nutzung des nahen Bischdorfer Sees. „Deshalb lehnen wir das komplett ab“, so Wenzel.

Gespräch mit Vetschau?

Das Stadtoberhaupt forderte die Abgeordneten in Lübbenau und in Vetschau auf, sich in den zuständigen Fachausschüssen mit den Vorhaben zu beschäftigen.

Das Windeignungsgebiet Dubrauer Höhe soll nach dem Entwurf aus der Regionalen Planungsgemeinschaft etwa doppelt so groß werden wie bisher (die RUNDSCHAU berichtete). Die bestehenden fünf Windräder sollen nach den Vorstellungen eines Berliner Investors durch acht deutlich größere Anlagen ersetzt werden. Dafür sollen bis zu 40 Millionen Euro investiert werden, hieß es bei einer Sitzung des Wirtschaftsausschusses in Vetschau. Ablehnung dazu kommt auch aus dem Vetschauer Ortsteil Raddusch, der sich gegenwärtig um den Status eines „Staatlich anerkannten Erholungsortes“ bemüht. Die Stadt Vetschau will nach Angaben von Bürgermeister Axel Müller (SPD) das Verfahren über Bebauungspläne begleiten.

Anderen Vorhaben auf Lübbenauer Gebiet wie dem nahe Redlitz hatte die Stadt bereits zugestimmt im Rahmen der üblichen Anhörungen. Träger der Genehmigungsverfahren ist das Landesumweltamt.

Höhere Ersatz-Räder

Anwohner in Redlitz fürchten durch weitere Anlagen in ihrer Nähe zusätzliche Belastungen durch Lärm und Schattenwurf (die RUNDSCHAU berichtete). Im früheren Tagebaugelände Seese West sollen acht weitere Windräder, bis zu 150 Meter hoch, aufgebaut werden, die noch nicht dem neuen Regionalplan unterworfen sind, weil der noch keine Rechtskraft hat. jg