(dpr) Es riecht leicht muffig im Vereinsgebäude der TSG Lübbenau, die Umkleideräume bieten wenig Platz und die Duschen haben bessere Zeiten erlebt. Der Sanierungsbedarf ist unübersehbar in dem abgenutzten Gebäude. Doch so schnell, da geben sich Axel Kopsch und Frank Zelder vom Vereinsvorstand keinen Illusionen hin, wird sich daran auch nichts ändern.

Wohl erst in zwei bis drei Jahren, so Kopsch, dürfte an der Friedrich-Engels-Straße mit dem Bau eines Sportparks begonnen werden. Für insgesamt geschätzt fünf Millionen Euro soll ein großes Multifunktionsgebäude entstehen, neue Tribüne, Beachvolleyball- und Tennisplätze. Vergangenes Jahr immerhin konnte bereits eine Beregnungsanlage für die Rasenplätze eingebaut werden. Noch 2019 werde der Belag des Kunstrasenplatzes erneuert, Quarzsand durch Granulat ersetzt.

Wichtig sei zunächst die energetische Sanierung des Delphinbads, so Kopsch und Zelder. 7,6 Millionen Euro werden investiert, dabei Fördermittel aus dem Stadtumbau genutzt, die zunächst für den Sportpark vorgesehen waren. Ab 20. Juni ist das Bad geschlossen, ein Jahr Bauzeit ist eingeplant. Aber nach acht oder neun Monaten, so die Hoffnung im TSG-Vorstand, könnte der Schwimmbetrieb schon wieder anlaufen, während noch an den Außenanlagen gearbeitet wird. Derweil allerdings müssen über 20 Grundschulen in Lübbenau und Umgebung ihren Schwimmunterricht in vorhandene Freibäder verlagern oder zeitweise ausfallen lassen.

Ebenfalls Vorrang gegenüber dem Sportpark-Projekt hat in Lübbenau die Sanierung von Turnhallen, so Kopsch. In der Seelenbinder-Straße werde man im August fertig damit, in der Grotewohl-Straße müsse 2020 die Außenfassade angefasst werden. Zelder weist hin auf die kostenfreie Nutzung der kommunalen Hallen für Vereine, die Kinder und Jugendliche fördern. Der Sport habe in Lübbenau hohen Stellenwert. Kein anderer Sportverein im Landkreis OSL habe mehr Mitglieder als die TSG, 850 sind es, darunter 400 Kinder und Jugendliche. Einen besseren Weg, junge Menschen von der Straße zu holen, sieht Zelder nicht.