Es muss für die Lübbenauer Einwohnerschaft und ihre Gäste ein historischer Beleg des Fortschritts gewesen sein, wo vorher nur Gaslaternen und Petroleumfunzeln für etwas Zwielicht in der Dunkelheit gesorgt hatten.

Heute erhellen über 2500 Lampen in Lübbenau und ihren Ortsteilen in der Dunkelheit Straßen, Wege und Plätze. Der technische Fortschritt, der Klimaschutz und die Sparsamkeit machen vor diesem Sektor keinen Halt. Noch erhellen Natriumdampflampen mit einer Leistung von 400 Watt, wie zum Beispiel in der Friedrich-Engels-Straße, die Landschaft. In den Lübbenauer Stadtteilen Krimnitz und Zerkwitz ist bereits die moderne Technik mit noch energieeffizienteren Leuchten, den Licht-emittierenden Dioden (light-emitting diode, LED-Technik) eingezogen. Jetzt genügen etwa 20 Watt elektrische Leistung, um den gleichen Effekt an Helligkeit zu erreichen. Schrittweise werden die Mitarbeiter des Bauhofes der Stadtverwaltung Lübbenau die technischen Veränderungen auch in weiteren Straßenzügen vornehmen.

Am 8. November 1921 schloss sich die Stadt Lübbenau der Überlandzentrale an. Größere Kraftwerksanlagen in der Umgebung belieferten Lübbenau mit Strom. Das einstige Elektrizitätswerk in der Bahnhofstraße wurde geschlossen und für 19 000 Mark umgebaut. Am 24. September 1926 öffnete es erneut seine Pforten. Nun aber als Warmbadeanstalt, die von der Bevölkerung sehr gern angenommen wurde.