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| 18:30 Uhr

Kommunaler Haushalt
Stadt hat 2017 gut gewirtschaftet

Eine der größten Investitionen 2017: Der Ausbau der Kita Wichtel. Hier eine Rückansicht des Objekts in der Engelsstraße.
Eine der größten Investitionen 2017: Der Ausbau der Kita Wichtel. Hier eine Rückansicht des Objekts in der Engelsstraße. FOTO: Preikschat
Lübbenau. Neun Millionen Euro investiert, keine neuen Kredite – Lübbenauer Kämmerin zufrieden.

Gute Nachrichten hat Kämmerin Ute Radnitz am Mittwoch bei der Stadtverordnetensitzung im großen Rathaussaal verkündet: Das Haushaltsjahr 2017 konnte deutlich besser abgeschlossen werden als geplant. Obwohl beträchtliche neun Millionen Euro in verschiedene Vorhaben investiert wurden, schmolz der Kasssenstand nur um eine halbe Million Euro ab, und es mussten keine neuen Kredite aufgenommen werden. Im Gegenteil konnten 2017 weitere 1,5 Millionen Euro an Krediten getilgt werden.

Wie die Fachbereichsleiterin weiter ausführte, sei die weiterhin solide finanzielle Lage des städtischen Haushalts unter anderem guten Gewerbesteuereinnahmen zu verdanken. 900 000 Euro mehr als geplant habe die Stadt einnehmen können. Auch der kommunale Anteil an der Einkommenssteuer lag deutlich über dem Plan, um eine halbe Million Euro.

Auf rund eine Million Euro, ebenfalls mehr als eingeplant, beliefen sich nach Aussage der Finanzerin die Gewinnausschüttungen der kommunalen Unternehmen, zu denen unter anderem die Spreewelten GmbH gehört. Aufgrund dieser guten Einnahmesituation konnte die Stadt Lübbenau die Finanzierungslücke bei den Investitionen schließen. Denn es wurden zwar fast neun Millionen Euro ausgegeben, an Fördermitteln zur Verfügung jedoch standen nur vier Millionen Euro.

Einige Investitionen, die getätigt wurden, waren 2017  für die Lübbenauer unübersehbar. So wurde im August in der Alten Huttung ein Parkplatz mit 222 Stellflächen eingeweiht und im September die Kita Wichtel an Kinder und Erzieherinnen übergeben. In der Einrichtung in der Friedrich-Engels-Straße konnte die Nutzfläche fast verdoppelt werden, geräumige, helle Gruppenräume, Kinderrestaurant und Holzdeckterrasse geschaffen werden. 1,9 Millionen Euro der ingesamt 2,6 Millionen Euro an Bau- und Planungskosten steuerte die Stadt Lübbenau bei. In der nicht weit entfernt liegenden sanierten Neustadt-Kita „Findus“ waren 2017 nur noch die Außenanlagen zu übergeben.

Andererseits machte ein Besuch der Infrastrukturministerin Kathrin Schneider im Oktober deutlich, dass die Spreewaldstadt Fördermittel in Größenordnung abzugreifen in der Lage ist. Zwei Bescheide über insgesamt rund 4,1 Millionen Euro für Stadtentwicklungsprojekte konnte Bürgermeister Helmut Wenzel in Empfang nehmen. Der bereits beschlossene Haushalt für das Jahr 2018 sieht eine gegenüber 2017 sogar noch höhere Investitionssumme von rund 14 Millionen Euro vor. Das kostenmäßig größte Projekt ist mit allein 4,7 Millionen Euro  der Ausbau des Spreeweltenbads. Über drei Millionen Euro sind mittlerweile für den Ausbau beziehungsweise Neubau der Kita Storchennest im Lübbenauer Ortsteil Boblitz eingeplant.