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| 10:02 Uhr

Lübbenau gelingt wichtiger Auswärtssieg

Handball, OberLiga. Durch den Deckungsstrategen René Nolde und Angreifer Marco Schelletter in der Mitte waren die Trumpfkarten für den 25:22-Auswärtssieg gelegt. (HaSi)

Die Frankfurter waren auf diese Partie gut vorbereitet und erhofften sich auch aufgrund des guten Ergebnisses gegen die Preußen einen Heimsieg. Die Frankfurter ESV-Handball-Rundschau hatte es bereits vor dem Spiel beschrieben: "Insofern wird dieses Spiel sicherlich wieder eine heiß umkämpfte Partie, . . ., und es muss gelingen, den Spielmacher Marco Schelletter in den Griff zu bekommen." Dass diese Vorhaben nicht gelangen, dafür sorgten die TSG-Handballer ab der ersten Minute – und zwar mit glänzenden Aktionen. Die Spielstände 0:1; 2:2; 4:2 in der 9. Minute waren auch das einzige große Achtungszeichen seitens der Frankfurter. In der 6. Minute stockte den Spielern um Trainer Marco Siebert auf der Bank der Atem: Rückraumspieler Christoph Wilde kam mit ausgekugelten großen Zeh für die Restspielzeit vom Parkett gehumpelt. Nun wurde die Mannschaft umgestellt, und die sich in glänzender Spiellaune befindliche "Nummer 5" knallte nicht nur die sechs Siebenmeter sicher ins Tor, sondern verteilte den Ball geschickt zu Thomas Szymczyk, Sebastian Schultz und René Sewald. Diese Variante schlug so gut ein, dass die Lübbenauer über 4:8, 6:10 und 9:12 immer vorlegen konnten. Die Angriffsseite um den Rückraumspieler Tino Kahl kam mit voranschreitender Spieldauer auf Betriebstemperatur. Mit gezielten Einzelaktionen und sicherem Zusammenspiel konnte der Außen André Krüger sein Können zeigen. Zur Pause stand es dann 10:13. Zittern nach der Halbzeit Die berühmten fünf Minuten in der zweiten Halbzeit begannen für die Lübbenauer auch nicht gerade optimal. René Nolde bekam gleich nach Anpfiff zwei Minuten Zeitstrafe, vier Minuten später traf es auch Marian Siebert, der den fehlenden Andreas Rißka ansonsten gut vertrat. So entwickelte sich ein Spielstand von 13:14 bis zur 41. Minute. Danach spielten nur noch die Gäste. Ein Garant für den Sieg: Torhüter Jens-Ulf Schulze, der zwischendurch die Gastgeber durch einen gehaltenen Siebenmeter aus dem Konzept brachte und über das gesamte Spiel hinweg eine sehr ansprechende Leistung bot. TSG mit Biss und Spielfreude Schnell war der Spielfluß wiedergefunden und neben Tino Kahl, Thomas Szymczyk und Marco Schelletter, die jetzt die Tore machten, hielt auch Steve Sangl einen ausgesprochenen Siebenmeter gegen die TSG. Die Spielentwicklung über 19:22; 21:23 und 22:24 zeigt nun auch das immer bessere Spielverständnis der Jungs untereinander. Abgerundet wurde das Endresultat durch einen schönen Spielzug vom lang einlaufenden Mirko Langer zum 22:25-Auswärtssieg. Die ganze Spielzeit wurde auf Tempo gespielt. Dass nun auch auf der Frankfurter Seite eine sinnlose Entgleisung des Spielers mit der Nr. 11 eine rote Karte zur Folge hatte, zeigt den lastenden Druck auf die Spieler in dieser Liga. Die TSG Lübbenau ist mit diesem Ergebnis gut gerüstet für die weiteren Vorhaben. Jetzt ist das Auftaktspiel endgültig vergessen. Auf der Heimfahrt haben die TSGer dann auch Christoph Wilde wieder mitnehmen können, der wegen seines Zehs im Krankenhaus behandelt worden war. Die TSG Lübbenau spielte mit: Schulze, Sangl, Wilde, Langer, Schelletter, Nolde, Sewald, Schultz, Siebert, Perschk, Krüger, Szymczyk, Kahl – Tr.: Marco Siebert, Med.: Silvia Krüger, M.V: Holger Siebert, Beo: Frank Krüger.