Von Daniel Preikschat

In fünf Jahren haben sie sich 28 Mal zusammengefunden, um die Entwicklung von Lübbenau voranzubringen. Die Rede ist von den 13 Mitgliedern des Ausschuss für Bau, Wohnen, Verkehr und Umwelt. Ende März war die letzte Sitzung in dieser Legislaturperiode für die sieben Stadtverordneten und deren Stellvertreter sowie für die fünf sachkundigen Einwohner und den Seniorenbeirat. Nach der Kommunalwahl am 26. Mai sind andere Gesichter im Ausschuss zu sehen, vielleicht aber auch alte Bekannte.

Bürgermeister Helmut Wenzel (parteilos) jedenfalls nutzte diese letzte Sitzung den Ehrenamtlern zu danken und zu versichern: „Sie können stolz sein auf das Geleistete.“ In dem halben Jahrzehnt wurden Bauprojekte behandelt, die viele Millionen Euro gekostet haben. Wenzel versuchte gar nicht erst, all die Straßen, Plätze und Gebäude aufzuzählen, die saniert oder erneuert wurden. Die Kita in Boblitz, die Kochstraße in der Neustadt und die Altstadtstraße Stottoff samt Brücke sind 2019 besonders bedeutende Vorhaben. Der Erwähnung Wert war Wenzel aber auch die Planung von Langzeit-Projekten, an der sich die Ausschuss-Mitglieder beteiligten. Als da etwa wären: das Regionale Entwicklungskonzept für touristische Vorhaben in der Tagebaufolgelandschaft, der Sportpark, der entstehen soll, die Innentwicklung von Lübbenau mit neuen Wohngebieten in der Breitscheid- und in der Karl-Marx-Straße Ecke Gartenstraße. Natürlich nicht zu vergessen die Unter- beziehungsweise Überquerung der Bahngleise samt dazugehöriger Kreisverkehre.

Im Rückblick Wenzels wurde nochmals deutlich: Der Handlungsbedarf hatte viele Gründe. Marode Straßen, Plätze und Brücken sind hier ebenso zu nennen wie sanierungsbedürftige Bildungseinrichtungen, das Hochwasser-Problem oder das touristische Angebot, das konkurrenzfähig bleiben soll.

Aber auch die Grenzen des Handelns dürften Stadtverordnete und Sachkundige nun wohl besser kennen. Stellungsnahmen der Stadt zum so genannten Lärmaktionsplan etwa bringen kaum etwas. Für Autobahnen und Eisenbahnen, die größten Lärmverursacher, sind andere Behörden zuständig. Immer mehr zum Problem werden die Ergebnisse nach Ausschreibungen von Bauleistungen. Fachfirmen machen Angebote, die kaum akzeptabel sind. Wenzel nannte als jüngstes Beispiel die Leiper Brücken. Man versuche nun per Einzelvergabe mehr Firmen anzusprechen und damit bessere Angebote zu bekommen.

Die ansehnliche Zahl der Kandidaten macht dem Bürgermeister Mut, dass auch in der nächsten Wahlperiode im Ausschuss gut gearbeitet wird. Am Ende sei es so: „Jede Stadt bekommt die Abgeordneten, die sie verdient.“