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| 18:11 Uhr

Jugendbeteiligung
Lübbenau bietet dem Nachwuchs eine Bühne

 Modenschau beim Neujahrsempfang für Kinder und Jugendliche im Lübbenauer Rathaus. Die neuen Kleidungsstücke von Designerin Sarah Gwiszcz trugen Lübbenauer Schülerinnen.
Modenschau beim Neujahrsempfang für Kinder und Jugendliche im Lübbenauer Rathaus. Die neuen Kleidungsstücke von Designerin Sarah Gwiszcz trugen Lübbenauer Schülerinnen. FOTO: LR / Daniel Preikschat
Lübbenau. Beim Neujahrsempfang in Lübbenau zeigen angehende Models, Musiker und Köche im Rathaus ihr Können.

Für Queenie Nopper vom Lübbenauer Projektbüro Lübbenaubrücke ist Mode-Designerin Sarah Gwiszcz das beste Beispiel für eine gelungene Jugendbeteiligung. Die junge Frau mit dem Bachelor of Arts, die 2007 in Lübbenau ihr Abitur gemacht hat, kreierte ihr eigenes Mode-Label „Wurlawy“ und hat erst kürzlich in der Altstadt ein Laden-Atelier eröffnet. Sie ist ihren Weg gegangen, sagt Queenie Nopper, blieb dabei aber immer ihrer Heimatstadt verbunden und hat sich engagiert.

2008 hatte Sarah Gwiszcz in Lübbenau noch Nähkurse besucht. Nach dem erfolgreichen Besuch der Akademie Mode & Design Berlin kehrte die Modedesignerin nach Lübbenau zurück und brachte sich ein. So leitet sie 2012 in der Kreativwerkstatt am Gleis 3 das Jugendprojekt „Zieh dir was an“ oder beteiligte sich bei Festen in der Stadt mit Modenschauen. All das – und noch mehr – erzählte die Modedesignerin Moderator Daniel Friedrich beim Neujahrsempfang am Mittwoch im Rathaus-Saal. Hier durften außerdem Schülerinnen neue Kreationen von Sarah Gwiszcz vorführen.

Etwas fürs Ohr bot die neunköpfige Schülerband des Paul-Fahlisch-Gymnasiums „till 17“ mit schon recht gekonnt vorgetragenen Popsongs. Zu schmecken gab es auch etwas. Die leckeren Häppchen hatten Schüler der Koch AG der Oberschule Ehm Welk beigesteuert.

Daniel Friedrich aber hatte noch mehr Gesprächspartner. Pia Hensel berichtete von ihrem Schülerpraktikum im Rathaus. Daniel und Niklas erklärten, wie ein 3 D-Drucker funktioniert und was es sonst in der Technikschule „clever inside“ zu entdecken gibt. Carolin Holz vom AWO-Jugendtreff stellte den „Pfand­ring“ vor, der an Mülleimern im Freien angeschraubt werden kann.

Bürgermeister Helmut Wenzel lud die rund 100 Kinder und Jugendlichen im Saal ein, die Stadtentwicklung mit zu beeinflussen und vorhandene Angebote zu nutzen. Ein ausliegender Flyer bot eine gute Übersicht. Außerdem lagen Zettel aus zum Ausfüllen, auf denen stand: „Deine Meinung zählt“.