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| 03:00 Uhr

Lübben verfolgt neue Pläne für die Spreearena

Lübben. Die Stadtverwaltung soll sich mit der Gründung einer Sport GmbH Lübben auseinandersetzen.

Dafür hat sich der Finanzausschuss der Stadtverordnetenversammlung einstimmig ausgesprochen. Vorgeschlagen hatte das die Verwaltung selbst. In erster Linie geht es laut Beschlussvorlage um die Betreibung der Spreearena, der Sport- und Freizeitanlage an der Majoransheide. Diese liegt in den Händen der Tourismus, Kultur und Stadtmarketing GmbH (TKS).

"Im Kreis von Gesellschaftsrechtlern und Steuerfachleuten haben wir beraten und sind zu der Frage gekommen: Ist es nicht richtiger, mit Mehrheitsbeteiligung der Stadt und mit Beteiligung eventuell des jetzigen Eigentümers TKS und weiterer Partner eine GmbH zu gründen?", erläuterte Kämmerer Lutz Gottheiner während der Sitzung des Finanzausschusses. Denn der weitere Betrieb der Anlage durch die TKS könne "zu zusätzlichen wirtschaftlichen Risiken führen", wird die GmbH-Idee in der Beschlussvorlage begründet. Um diese Risiken zu vermeiden, solle der Betrieb der Spreearena aus der TKS ausgegliedert werden. Die Neugründung einer GmbH werde favorisiert.

Das Erbbaurecht für die Spreearena, das die TKS Anfang dieses Jahres erworben hatte, könne bei ihr verbleiben. Mit der neuen GmbH könnten pachtvertragliche Regelungen getroffen werden.

Die Stadt soll der Beschlussvorlage zufolge an der Sport GmbH eine Mehrheitsbeteiligung von mindestens 51 Prozent haben. Die Gesellschaftsanteile seien so zu stückeln, dass sie von weiteren Gesellschaftern erworben werden können.

"Diese Beschlussvorlage ist erst einmal ein Arbeitsauftrag", sagte Lutz Gottheiner. "Es ist noch nicht die Entscheidung, ob wir die Sport GmbH gründen." Denn dafür seien noch sehr viele Fragen zu beantworten, etwa die, in welcher Form das Stammkapital durch die Stadt aufgebracht werden soll.

Detlef Brose (SPD) sagte, er würde die Gründung der Gesellschaft "gutheißen". Er wollte wissen, ob die TKS-Mitarbeiter, die jetzt für die Spreearena verantwortlich sind, ihre Arbeitsplätze in der GmbH behalten. dh