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Lothar Rechenberg hat seine Wahlheimat für immer verlassen

Der Vetschauer Nachtwächter Lothar Rechenberg und seine Helferin Christiane Zimmermann zünden 2008 die Funzel an für den ersten Stadtrundgarng in jenem Jahr. Für Lothar Rechenberg aber ist gerade das Lebenslicht erloschen.
Der Vetschauer Nachtwächter Lothar Rechenberg und seine Helferin Christiane Zimmermann zünden 2008 die Funzel an für den ersten Stadtrundgarng in jenem Jahr. Für Lothar Rechenberg aber ist gerade das Lebenslicht erloschen. FOTO: privat
Vetschau. Lothar Rechenberg lebt nicht mehr. Im Alter von 68 Jahren ist er verstorben. Seiner Wahlheimat Vetschau, in der er seit 1993 lebte, "diente" er viele Jahre als Nachtwächter und führte Touristen wie Einheimische durch die Altstadt. Hannelore Kuschy

Über lange Zeit hatte er Gehilfinnen wie Margit Neugebauer, Christiane Zimmermann und nicht zuletzt seine Käthe. Für sie hatte Lothar Rechenberg vor 23 Jahren seinen Wohnsitz von Niedersachsen in den Spreewald verlegt, seine Käthe und Vetschau gleichermaßen ins Herz geschlossen.

Der Förderverein Wendische Kirche verliert mit Lothar Rechenberg seinen Vorsitzenden. Seit Gründung des Vereins war er Mitglied. "Als Schatzmeister und in seiner zwölfjährigen Funktion als 1. Vorsitzender hat er mit seinem Engagement und seiner Zielstrebigkeit die Restaurierung der einmaligen Wendisch-Deutschen Doppelkirche erheblich voran gebracht", würdigt Ulrich Lehmann, stellvertetender Vereinsvorsitzender. In der Amtszeit des Wahl-Vetschauers wurden die Kaltschmidt-Orgel in der Wendischen Kirche restauriert, der Kirchturm begehbar und die historische Uhrenmechanik im Turm funktionsfähig gemacht. Im letzten Lebensjahr von Lothar Rechenberg erhält die Orgel ihre ursprüngliche Farbe wieder. Ein reges Vereinsleben war ihm sehr wichtig - er wird fehlen.