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Fördermittel für Lübbenau
Lokschuppen sichern, Bad sanieren

Mit dem alten Lokschuppen wird die Stadt einen langen Atem brauchen. Da hat die Runde um Ministerin Kathrin Schneider keinen Zweifel. Zunächst muss das Einzeldenkmal mit einer Fläche von 8000 Quadratmetern gesichert werden.
Mit dem alten Lokschuppen wird die Stadt einen langen Atem brauchen. Da hat die Runde um Ministerin Kathrin Schneider keinen Zweifel. Zunächst muss das Einzeldenkmal mit einer Fläche von 8000 Quadratmetern gesichert werden. FOTO: M. Vogt
Lübbenau. Zwei Fördermittelbescheide über rund 4,1 Millionen Euro hat Infrastrukturministerin Kathrin Schneider (SPD) gestern nach Lübbenau gebracht. Ausgeschüttet wird das Geld aus den Bund-Länder-Programmen Soziale Stadt und Stadtumbau Ost. Hannelore Kuschy

Bürgermeister Wenzel (parteilos) hat die Bescheide im Gleis 3 Kulturzentrum entgegengenommen, das beispielhaft zeigt, wie bereits in der Vergangenheit Fördermittel zweckmäßig eingesetzt wurden. Zu sehen bekam die Ministerin zugleich ein noch zu förderndes Projekt der Stadt in unmittelbarer Nähe - den denkmalgeschützten Lokschuppen mit einer Fläche von 8000 Quadratmetern. Ab 2018 soll damit begonnen werden, die Hülle zu sichern. Auch dafür dürfen Fördermittel eingesetzt werden.

Baden gehen wollten alle Beteiligten gestern nicht - wohl aber hatten sie das Delphinbad in der Neustadt fest im Blick. Das 1974 errichtete Bad, in dem viele Kinder auch aus benachbarten Kommunen das Schwimmen lernen, müsse dringend saniert werden, sagte das Stadtoberhaupt und rechnet mit Kosten von insgesamt etwa drei Millionen Euro. Vor allem die Technik sei verschlissen. Zunächst jedoch könne man erst an vorbereitende Arbeiten gehen, denn die Spreewelten an der Alten Huttung würden zuvor erweitert.

Aus dem Stadtumbau-Ost-Fördertopf kommen auch Mittel für den Altstadt-Spielplatz an der Poststraße. Gebaut werde voraussichtlich ab 2018.

Erhalten möchte die Stadt zudem den alten Friedhof und führt dazu Gespräche mit der Kirchengemeinde. An der Kita "Findus" sind noch die Außenanlagen abzuschließen. Schließlich geht es in der Neustadt noch um einen besonders heftigen Brocken: das Spreewaldstadion mit allem Drum und Dran - die Kosten des Gesamtpakets bewegen sich um die fünf Millionen Euro.

Mit den Lübbenauern freute sich die Ministerin über das Engagement der Stadt beim Städtebau. Gleichzeitig hoffe sie, dass Programme wie die zur Förderung der sozialen Infrastruktur in den Koalitionsverhandlungen beim Bund "nicht unter die Räder kommen". Denn gefördert werden dürfe nicht nach Himmelsrichtung, sondern nach Bedarf.

Beeindruckt zeigte sich Kathrin Schneider beim Besuch des Kulturhofes und der Bunten Bühne, die aus einem ehemaligen Öllager entstanden ist und den direkten Blick vom Foyer zum Bahnhof gestattet. Die Stadt, informierte Helmut Wenzel, fördere diese besondere Kulturstätte mit der Übernahme der Bewirtschaftungskosten und mit Zuschüssen für die inhaltliche Arbeit. Die Betreiberverträge für das gesamte Kulturzentrum einschließlich der Lübbenaubrücke seien erst vor kurzem um weitere fünf Jahre erweitert worden.

Freude bei Bürgermeister Helmut Wenzel und Ministerin Kathrin Schneider: Für Lübbenau gibt's Fördermittel von mehr als vier Millionen Euro.
Freude bei Bürgermeister Helmut Wenzel und Ministerin Kathrin Schneider: Für Lübbenau gibt's Fördermittel von mehr als vier Millionen Euro. FOTO: H. Kuschy