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| 17:17 Uhr

Minderheiten
LDS und OSL bekommen Sorbenbeauftragte

Potsdam. Ab dem kommenden Jahr wird es hauptamtliche Sorben/Wenden-Beauftragte in drei brandenburgischen Landkreisen und Cottbus geben. Zudem sollen die Kreistage im angestammten Siedlungsgebiet darüber entscheiden, ob die Kreise einen zweisprachigen deutsch-niedersorbischen Namen tragen.

Das entschied der Landtag in Potsdam mit Wirkung zum 1. Januar 2019. Grundlage war ein Gesetzentwurf, der von SPD und Linke vorgelegt worden war. Bei den drei Landkreisen handelt es sich um Spree-Neiße, Dahme-Spreewald und Oberspreewald-Lausitz. Das Ganze soll dazu beitragen, die Kultur, Sprache und Identität der Sorben und Wenden zu fördern.

Das Volk der Sorben und Wenden mit slawischen Wurzeln siedelt seit ungefähr 1500 Jahren in der Lausitz und heute nur noch dort. Ihre Zahl wird insgesamt auf rund 60 000 geschätzt.