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| 16:28 Uhr

Lübbenau
Lausitzer Jazzer lassen Swingladen schwingen

Das Quintett mit Detlef Bielke (Piano), Lu Schulz (Saxofone), Ramona Geißler (E-Bass), Konrad Laske (Schlagzeug) und Rudi Babben (Gitarren) ist spontan von Dr. Blues an der Posaune bei der Zugabe erweitert worden. 
Das Quintett mit Detlef Bielke (Piano), Lu Schulz (Saxofone), Ramona Geißler (E-Bass), Konrad Laske (Schlagzeug) und Rudi Babben (Gitarren) ist spontan von Dr. Blues an der Posaune bei der Zugabe erweitert worden.  FOTO: Ingrid Hoberg
Lübbenau. Mit großer Spielfreude finden sich Musiker aus der Region im Lübbenauer Schloss zusammen. Und im nächsten Jahr geht es weiter. Von Ingrid Hoberg

Weitgereiste Jazzer, die auf einer Tour im Lübbenauer Swing­laden Station machen, haben das Spreewälder Publikum schon oft begeistert. Nun hatte Veranstalter Volker Rennert die Idee, einmal Lausitzer Musiker einzuladen – zum gemeinsamen Gig.

Die Namen Detlef Bielke (Piano) und Rudi Babben (Gitarre) in der Programmankündigung des Swing­ladens hatten frühzeitig dafür gesorgt, dass die Karten für die Veranstaltung am Donnerstagabend ausverkauft waren.  „Wir haben schon in den 1980er-Jahren gemeinsam gespielt“, erinnert sich Rudi Babben. Auch wenn sich ihre musikalischen Wege teilten, blieben sie einander verbunden.

Doch ehe es so weit ist, dass die beiden im Quintett auf der Bühne stehen, kommen andere zu Wort respektive an die Instrumente.  Bei Ullas Garden handelt es sich um eine Band, an die sich die gut im Publikum vertretenen Lübbener vielleicht noch von der Fête de la musique in diesem Jahr erinnern. Während Jan Neupötsch, Petra Hummel und Frank Gollasch sonst eher mit Folk-Klassikern unterwegs sind, haben sie sich als Support für die Jazzer auch musikalisch angenähert. „Ich bin mit dem Swingladen groß geworden“, erzählt Jan und erinnert sich an eines der ersten Konzerte im Bullengäßchen mit „Das Rosa Rauschen“, einer Band, die das kollektive Improvisieren pflegte.

Mit „Baker Street“ schlagen die drei dann den Bogen zum folgenden Duo, das der Saxofonist durch Rocco’s Linari-Bar direkt auf die Bühne führt. Die Cottbuser Lu Schulz und Detlef Bielke sind in dieser Konstellation dem Jazzpublikum schon lange bekannt. Mit „Ostinato“, „Sorbische Samba“ und „For 4“ stellen sie Kompositionen von Bielke vor. Rudi Babben (ehemals Oldstar Band) und Konrad Laske (Schlagzeuger bei den Haystackers) haben 2014 zum 200. Swingladenkonzert vor Frederik Köster und Band gespielt. Und Rudi beweist an seinen Gitarren: „Geschwindigkeit ist keine Hexerei!“ Es sind seine Eigenkompositionen und „Birdland“ von Joe Zawinul, mit der das zwischenzeitlich um Bassistin Ramona Geißler erweiterte Duo begeistert.

Mit der „Blues-Samba“ von Detlef Bielke geht es dann im Quintett weiter. „Well Sambesi“ steuert Lu Schulz bei – eine Komposition, die an ein Erlebnis erinnert, das er als Lehrer an der Musikschule in Calau hatte. Und es darf „Spain“ von Chick Corea nicht fehlen.

Ohne Zugabe kommt das temporäre Quintett nicht von der Bühne. Als mit „Straight No Chaser“ der Jazzblues-Klassiker von Thelonious Monk angestimmt wird, setzt Dr. Blues aus Lübben seine Posaune an – er wird ganz unerwartet der sechste Jazzer an diesem gelungen Abend im Lübbenauer Schloss.

Bereits zu Beginn hatten Volker Rennert und Rochus Graf zu Lynar eine gute Nachricht: Es wird 2019 noch einmal ein volles Swingladen-Programm geben. Am 24. Januar gratulieren Triozean und das Degele-Qartett zum 25. Swingladen-Geburtstag, am 28. Februar kommt das Martin Auer Quintett, am 4. Juli wird Hannah Köpf mit Band neue Musik vorstellen. Am 10. Oktober wird das Thelonious Monk Projekt erwarte, am 14. November gibt es Kammerjazz.

www.schloss-luebbenau.de

Das Quintett mit Detlef Bielke (Piano), Lu Schulz (Saxofone), Ramona Geißler (E-Bass), Konrad Laske (Schlagzeug) und Rudi Babben (Gitarren) ist spontan von Dr. Blues an der Posaune bei der Zugabe erweitert worden. 
Das Quintett mit Detlef Bielke (Piano), Lu Schulz (Saxofone), Ramona Geißler (E-Bass), Konrad Laske (Schlagzeug) und Rudi Babben (Gitarren) ist spontan von Dr. Blues an der Posaune bei der Zugabe erweitert worden.  FOTO: Ingrid Hoberg