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| 13:49 Uhr

Aussteller auf der Grünen Woche
Es geht um die Wurst

 Im Landwirtschaftsbetrieb Trogisch verarbeiten Benjamin Trogisch (r.) und Fleischermeister Peter Pietzik rund 150 Kilogramm Fleisch zu Wurst, um diese unterm Funkturm anzubieten.
Im Landwirtschaftsbetrieb Trogisch verarbeiten Benjamin Trogisch (r.) und Fleischermeister Peter Pietzik rund 150 Kilogramm Fleisch zu Wurst, um diese unterm Funkturm anzubieten. FOTO: Uwe Hegewald
Bronkow/Muckwar/Werchow. Landwirte der Region präsentieren ihre Wurstwaren auf der Grünen Woche. Von Uwe Hegewald

 „Entschlossenheit und Weitsicht“, attestiert Frank Trogisch dem Landkreis Oberspreewald-Lausitz, der auf der Internationalen Grünen Woche (IGW) erneut mit einem eigenen Messestand vertreten ist. „Wir bekommen die Möglichkeit, uns einem breiten Publikum vorzustellen und für unsere Produkte zu werben“, so der Landwirt aus Muckwar (Gemeinde Luckaitztal). Für ihn und sein Team ist es nach 2018 die zweite Teilnahme an der IGW, auf der der Landwirtschaftsbetrieb u.a. Rohwurst, wie etwa Schinkensalami, Schlackwurst oder Knacker sowie ein größeres Sortiment an Glaskonserven anbietet. „Wir nehmen auch Lachsschinken und Produkte aus unserer Wild-Verarbeitung mit“, informiert Benjamin Trogisch. Seit einem Jahr arbeitet er als angestellter Fleischer im väterlichen Betrieb, in dem die Futterproduktion, die Aufzucht der Schlachttiere, die Schlachtung und die Selbstvermarktung der Produkte in einem Guss passieren. Personelle Unterstützung erhalten die Muckwarer an Schlachttagen durch Peter Pietzig, Fleischermeister aus dem Calauer Ortsteil Werchow. Insgesamt verarbeitet das Duo speziell für die Grüne Woche rund 150 Kilogramm Fleisch. Für Benjamin Trogisch ist es nach 2012 ein erneutes Engagement im Rahmen der IGW. Damals zählte der heute 27-Jährige zum Ensemble des Luckaitztaler Männerballetts, das auf der Brandenburg-Bühne tänzerisch für das Landeserntefest 2012 in seinem Heimatdorf Muckwar warb.

Einen Teil seiner Fleischer-Ausbildung absolvierte Trogisch bei der Landboden Bronkow Agrodienste GmbH, die sich erstmals auf der Grünen Woche präsentiert. „Wir hatten das eigentlich schon immer mal vor, waren aber noch nicht so weit, eine Teilnahme auch personell zu stemmen“, erklärt Rainer Wendland, Geschäftsführer der Bronkower Genusshandwerker. Auch die werden mit Rohwurst, Schinken und einer Reihe von Wurstkonserven im Glas in die Hauptstadt reisen. „Uns geht es auch darum, Besuchern unseren eigenen Kreislauf darzustellen und auf das handwerkliche Können hinzuweisen“, umreißt Rainer Wendland die Philosophie, die sich hinter der IGW-Teilnahme verbirgt. Ihre Produkte vermarktet die Landboden Bronkow Agrodienste GmbH, mittlerweile in zwei Verkaufswagen und vier festen Verkaufsstellen, darunter die erst kürzlich hinzugekommene Filiale in Großräschen. Die Umsätze belegen, dass Verbraucher das Profil der Direktvermarktung begrüßen. Futter, welches auf eigenen Feldern heranwächst, eigene Zucht und Mästung der Schlachttiere, kurze Transportwege und die Verarbeitung der Produkte nach bewährten Rezepturen seien Garanten für Qualität und Geschmack bei absoluter Rückverfolgbarkeit. „Wir freuen uns auf unsere Premiere in Berlin“, unterstreicht Rainer Wendland.

Die Landboden Bronkow Agrodienste GmbH wird am Donnerstag, 24. Januar, am Gemeinschaftsstand des Landkreises OSL (Brandenburg-Halle) vertreten sein, der Landwirtschaftsbetrieb Trogisch (Muckwar) am Freitag, 25. Januar.