„Zahlreiche Unternehmen haben sich bei uns gemeldet und auf die Mehrbelastung für sie hingewiesen“ , informierte Luckaus Bürgermeister Harry Müller während der jüngsten Sitzung des Hauptausschusses. Große Landwirtschaftsbetriebe und der Landhandel beklagten durch das Konzept längere Wege und forderten, dass die Straße Am Bahnhof keine Einbahnstraße werden soll.
Weil der Versuch fehlgeschlagen war, bei der Straßenverkehrsbehörde ein Durchfahrtverbot für Lkw durch die Innenstadt wie in der Dresdener Straße zu erwirken, entschied sich Luckau für einen Verwaltungsakt. Damit sollte es möglich werden, dass die Stadt selbst Tonnenbegrenzungen etwa für die Nordspange, die Calauer Straße und die Straße Am Anger festlegt (die RUNDSCHAU berichtete). Erreicht werden soll, dass städtische Straßen von Schwerlasttransportern entlastet werden und Lkw mit maximal 7,5 Tonnen durch diese Straßen fahren dürfen. Alle größeren Fahrzeuge - ausgenommen der Busverkehr und Anlieger - sollen die Ortsumgehung benutzen.
Auf die Proteste gegen das Konzept wird die Stadtverwaltung jetzt reagieren. „Die Argumente sind alle sachlich und nachhaltig vorgetragen worden“ , sagte Müller. Geprüft werde jetzt, ob das Luckauer Verkehrskonzept nachgebessert werden kann oder ein ganz neues erarbeitet werden muss.
Müller informierte weiter darüber, dass die Ampel in Uckro nicht wieder aktiviert wird. Das Thema, das die Dorfbewohner seit dem Sommer des Jahres 2005 beschäftigt, sei endgültig vom Tisch.
Als die kleine Grundschule geschlossen worden war, wurde auch die Ampel an der Bundesstraße 102 abgeschaltet. Zahlreiche Uckroer forderten ihre Wiederinbetriebnahme, weil Kinder die Straße zum Kitabesuch überqueren müssten. Nachdem die langwierigen Verhandlungen mit dem Straßenverkehrsamt des Landkreises kein Ergebnis im Interesse der Uckroer gebracht hatten, wandte sich die Verwaltung mit einem Brief an das Landesministerium für Infrastruktur und Raumordnung. „Bei Kontrollen vor Ort sind nur drei Kinder gezählt worden, die die Straße überquert haben“ , erklärte Müller. Das Ministerium sehe sich deshalb außerstande, den Landkreis anzuweisen, die stillgelegte Ampel wieder einzuschalten, zitierte er aus dem Antwortschreiben.