Außerdem muss der zum Tatzeitpunkt in Calau lebende Mann 500 Euro an die Opferhilfe Land Brandenburg zahlen.

Die Taten an seinen eigenen beiden Töchtern und einer Freundin soll der heute 50-Jährige in den Jahren 2008/09 und 2010 in Calau und in Bad Saarow begangen haben. Alle Kinder waren damals unter 14 Jahre alt. Vor dem Landgericht erklärte sich der Mann geständig.

Die Staatsanwaltschaft hatte den Mann ursprünglich wegen sexuellen Missbrauchs in fünf Fällen angeklagt. Sie zog aber drei Anklagepunkte wieder zurück. Eine vom Gericht bestellte Sachverständige bescheinigte den betroffenen Kindern zwar die Glaubwürdigkeit ihrer Aussagen. Eine Fremdbeeinflussung könne die Psychologin allerdings nicht ausschließen. Außerdem sei eines der betroffenen Kinder nicht zu einem Termin erschienen, sodass ihr diese Aussagen bei der Bewertung fehlen. Auch seien zumindestens in einem Fall "Inkonstanzen" in den Zeugenaussagen aufgefallen. Die Staatsanwaltschaft hatte daraufhin nach der Beweisaufnahme eine Strafe von vier Jahren auf Bewährung gefordert.

Unmittelbar vor der Urteilsverkündung hatte der heute wieder in Solingen wohnende Mann gegenüber der RUNDSCHAU seine Unschuld beteuert. Er sei sich sicher, dass seine Ehefrau die Kinder manipuliert habe. "Ich bin voll davon überzeugt, dass er es nicht war", sagt auch seine Rechtsanwältin Marion Karbe. Das zu beweisen, sei in einem solchen Fall aber schwierig.

Das Gericht bescheinigte dem Verurteilten eine "insgesamt positive Sozialprognose". Das Urteil ist rechtskräftig.