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| 12:30 Uhr

Neupetershain
Beste Spürnasen werden ermittelt

Gerhard Ziemann ist eine Ikone im Neupetershainer Hundesportverein. Im Jahr 1975 beigetreten, ist er zwei Jahre später bereits zum Vorsitzenden gewählt worden. Momentan befindet er sich in der Ausbildung seines Deutschen Schäferhund-Rüden „Ferros“.
Gerhard Ziemann ist eine Ikone im Neupetershainer Hundesportverein. Im Jahr 1975 beigetreten, ist er zwei Jahre später bereits zum Vorsitzenden gewählt worden. Momentan befindet er sich in der Ausbildung seines Deutschen Schäferhund-Rüden „Ferros“. FOTO: Uwe Hegewald
Neupetershain. Hundesportverein Neupetershain richtet Landesmeisterschaften im Fährtenhundesport aus. Von Uwe Hegewald

Wenn sich Gerhard Ziemann mit seinem „Ferros“ auf die morgendliche Vier-Kilometer-Tour begibt, hängen die Gedanken des Neupetershainer Hundeliebhabers schon am kommenden Wochenende, dem 1. und 2. September. Zum fünften Mal ist der Hundesportverein Neupetershain Ausrichter der Landesmeisterschaften im Fährtenhundesport.

„Zuletzt war das 2016 der Fall“, berichtet Gerhard Ziemann und macht das an den „guten Bedingungen“ in und um Neupetershain fest. „Es gestaltet sich äußerst schwierig, für den Wettbewerb in Berlin oder Brandenburg geeignete Flächen zu finden. Schließlich muss für jedes Teilnehmerpaar ein extra Areal bereitgestellt werden. Bei sieben Teilnehmern summiert sich das“, begründet der Vereinsvorsitzende. Zum Glück habe der Verein mit dem Landwirtschaftsbetrieb Ressen-Lindchen und der örtlichen Jagdgenossenschaft sehr verständnisvolle Partner an seiner Seite, begründet er. „Dr. Martin Schultze, Geschäftsführer des Landwirtschaftsbetriebes führt das Entgegenkommen seines Vaters Fred fort“, so Ziemann.

Er selbst kann mit seinem temperamentvollen „Ferros“ noch nicht ins Wettbewerbsgeschehen einsteigen. Problem: Wenn der vierjährige Deutsche Schäferhund-Rüde einen Gegenstand aufgespürt hat, will er diesen nicht wieder hergeben. „Aber wir arbeiten dran“, beteuert der Neupetershainer.

Für alle Teilnehmer gilt es, auf einer 1800 Schritt langen Fährte insgesamt sieben Gegenstände aufzuspüren. Für Hunde fast schon eine Frechheit: Eine halbe Stunde vor dem Ablaufen der frühmorgens gelegten Strecke wird diese von einer weiteren Person gekreuzt. Verleiter-Fährte wird diese genannt, was den Vierbeiner jedoch auf keinen Fall dazu verleiten soll, dieser Fährte zu folgen. Ansonsten droht Punktabzug.

Beobachtet wird das Absolvieren der Fährtenstrecke durch verschiedene IPO-Leistungsrichter des Verbandes Berlin-Brandenburg. IPO steht für Internationale Prüfungsordnung, die bei Landesmeisterschaften zwei unabhängige Prüfungen an zwei Tagen vorsieht. „Beginn ist am Samstag und Sonntag jeweils um 10 Uhr auf dem Feld zwischen Neupetershain-Nord und Ressen“, informiert Gerhard Ziemann. Schaulustige sind herzlich willkommen, um sich selbst ein Bild von dem Wettbewerb mit den außergewöhnlichen vierbeinigen Spürnasen zu machen.

Wie der Verband für das Deutsche Hundewesen (VHD) mitteilt, gilt die Fährtensuche als eine der anspruchsvollsten Aufgaben für Hunde. Mit der richtigen Ausbildung lernt ein Fährtenhund, seine hervorragende Nase für diese Arbeit optimal zu nutzen.