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| 02:32 Uhr

Landeskartellbehörde geht gegen Schilderpräger vor

Calau. Die Landeskartellbehörde Brandenburg hat gegen die Firma Christoph Kroschke GmbH eine Verfügung erlassen. Damit soll dem Unternehmen untersagt werden, den kartellrechtswidrigen Vertrag mit dem externen Schilderpräger fortzusetzen. Das teilt die Behörde in einer Pressemitteilung mit. red/bt

"Seit August hat die Landeskartellbehörde Brandenburg gegen Unternehmen der Kroschke-Gruppe ermittelt", erklärt Claudi Lippert vom Brandenburgischen Wirtschaftsministerium. Die Unternehmensgruppe befasst sich bundesweit mit dem Prägen und Vertrieb von Kfz-Schildern. Das Verfahren betrifft den Auto-Service-Park in Calau, der einem Kroschke-Unternehmen gehört. In diesem Center hat unter anderem das Straßenverkehrsamt Oberspreewald-Lausitz Räume angemietet. Im gleichen Gebäude befindet sich ein Ladenlokal, das der besagten Gruppe gehört. Ein weiterer Raum ist an ein externes Unternehmen vermietet. Das ist, wie die Firma Christoph Kroschke GmbH, als Schilderpräger tätig.

"Anlass für die Ermittlungen waren Berichte über Ausschreibungsmängel", so Claudia Lippert. Die Ermittlungen hätten ergeben, dass der in den 90er Jahren abgeschlossene Mietvertrag mit dem externen Schilderpräger immer wieder verlängert und eine erneute Ausschreibung unterblieben war. Erst nach Einschreiten der Landeskartellbehörde sei der betreffende Raum im März 2014 neu ausgeschrieben worden.

Das Ergebnis dieser Ausschreibung habe die Firma Christoph Kroschke GmbH, die zugleich Generalvermieterin ist, allerdings nicht akzeptiert, so dass das über einen Zeitraum von mehr als 20 Jahren laufende Mietverhältnis mit dem externen Schilderpräger unverändert andauert. das wertete die Kartelwächter als einen "erheblichen Standortvorteil" gegenüber Mitbewerbern. Dies sollen bis Ende des Jahres geändert werden, so die Verfügung.