ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 00:00 Uhr

Lämmer und Ostereier vor dem Fest

Lübbenau.. Ein vorösterliches Überraschungsei boten die 25 Mitglieder der Interessengemeinschaft Altstadt-Lübbenau (IGEA) rings um den Kirchplatz. Dort tummelten sich am Sonnabend Hunderte Besucher, um den ersten Oster- und Bauernmarkt mitzuerleben. Bernd Marx

Die Gäste interessierten sich für das künstlerische Bemalen der sorbisch-wendischen Ostereier und für traditionelles Handwerk. An den Ständen gab es Ostergeschenke, Osterdekoration und Leckereien."Wir haben unseren heutigen Spreewaldaufenthalt mit dem Besuch des Ostermarktes verbunden", erklärte Astrid Drewickel (50) aus Berlin. Während die Ingenieurin sich interessiert die bemalten Ostereier anschaute, ließ ihr Mann Eckehard den Blick über den Marktplatz gleiten. "Bei diesem herrlichen Wetter macht ein Spaziergang Spaß", so der 50-jährige Lehrer und blieb am Gehege mit den Schafen und den drei Osterlämmern von der Schäferei Hans Nesges aus Liedekahle stehen.

"Nachdem wir Anfang der 90er-Jahre schon einmal einen Oster- und Trödelmarkt in der Altstadt hatten, ließen wir diese Idee jetzt noch einmal neu aufkeimen", so Jana Pielenz, Vorsitzende der IGEA. "Die großartige Resonanz hat uns Recht gegeben", ergänzte sie.

"Ich hoffe, dass meine Frösche und Osterhasen, Hühner und Blumen aus Holz den Menschen Freude bringen", sagte Heike Gurran, die 36-jährige Künstlerin und Gestalterin der Holzfiguren. Renate Richter (66) vom Förderverein am Museum in Senftenberg zauberte filigrane Muster mit der Kratztechnik auf die Hühnereier. "Bis so ein Osterei präsentiert werden kann, vergehen sechs bis sieben Stunden", erläuterte ihr Mann Manfred (67).

"Besonders gut gefallen mir die blau-weißen Ostereier in der Art des Blaudruckes", gestand Dr. Dorothea Giese. Bald hatten es der Zahnärztin aus Boblitz auch die anderen Farbnuancen angetan. Gleich zehn Löffel mit farbigem Bienenwachs hatte Angela Süß an ihrem Stand aufgebaut, um den Eiern die Eintönigkeit zu nehmen. Am liebsten arbeite sie mit der Wachs-Bossier-Technik oder mit der Batik-Methode.

Um ein Vielfaches größer waren die angebotenen Straußeneier von Janine Roder (19) aus Kasel-Golzig. "Die dicke Eierschale wird mit einer Bohrmaschine geöffnet und die Motive mit einem Schleifgerät aufgetragen", so die Frau.

Ohne die Hilfe von Tochter Linda (9) hätte Roger Meyer nicht so viele Ostereier an seinem Stand anbieten können. "Das Verzieren der Ostereier mit dem traditionellen Wolfszahn und dem Sonnenrad ist bei uns eine typische Arbeit im Winter, und Linda geht dabei ganz sorgfältig mit den leicht zerbrechlichen Produkten um", so der 32-jährige Imker aus Lübbenau.