Der freischaffende Künstler Uwe Schönefeldt kniet vor einem Schaltschrank in Ragow. Pinselschwingend gibt er der ursprünglich grauweißen Oberfläche einen neuen Anstrich. Eine schmale Seite ist bereits fertig. Belaubte Ranken scheinen dort zu wachsen. Der aus Görzke stammende Schönefeldt ist am Donnerstagvormittag dabei, das Hauptmotiv auf der Vorderseite aufzubringen. Den Entwurf hat er von der Stadt Lübbenau erhalten. Entstanden ist das Bild auf dem ein Heuschober unter einer Sonne, die wie das Logo des Grünen-Punkts aussieht, während des Spreewald-Ateliers im September vergangenen Jahres. Der Schaltschrank in Ragow ist das vierte von insgesamt zwölf Objekten, die der 60-Jährige in den nächsten Wochen verschönern wird. Sie stehen unter anderem in Krimnitz sowie der Berliner oder der Beethovenstraße in Lübbenau.

Ein Tag dauert die Bemalung eines Lübbenauer Schaltkastens

Die Arbeit in Lübbenau sei für ihn besonders angenehm, weil hier auch seine Schwiegereltern zu Hause sind, sagt Schönefeldt. Etwa einen Tag dauert es einen der Schaltschränke zu bemalen. Das kühle Wetter in dieser Woche sei angenehm. „Nur regnen darf es nicht“, sagt er. Auch Hitze sei nicht so günstig, denn dann trocknet die Acrylfassadenfarbe manchmal auch zu schnell. Erfahrungen hat Uwe Schönefeldt schon 2014 beim Bemalen der Stromkästen in Lübbenau gemacht. Damals hatte Dr. Jürgen Othmer von der Lübbenau-Brücke den Kontakt hergestellt.