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Interview
Michael Hirte begeistert Altdöberner

Das Konzert von Mundharmonikaspieler Michael Hirte, Sängerin Simone Oberstein und Live-Band, wird als eines der berauschendsten Konzerte in der fast 100-jährigen Geschichte der evangelischen Kirche von Altdöbern in Erinnerung bleiben. Zum Konzertende kündigte Michael Hirte an, wieder einmal in Altdöbern musizieren zu wollen.
Das Konzert von Mundharmonikaspieler Michael Hirte, Sängerin Simone Oberstein und Live-Band, wird als eines der berauschendsten Konzerte in der fast 100-jährigen Geschichte der evangelischen Kirche von Altdöbern in Erinnerung bleiben. Zum Konzertende kündigte Michael Hirte an, wieder einmal in Altdöbern musizieren zu wollen. FOTO: Uwe Hegewald
Altdöbern. Die Zuhörer haben den Mundharmonikaspieler mit stehenden Ovationen gefeiert.

 Mit Beifallsorkan und stehenden Ovationen ist Mundharmonikaspieler Michael Hirte, Sängerin Simone Oberstein und ihrer Live-Band am Donnerstagabend gedankt worden. Vor dem betörenden Konzert in der evangelischen Kirche von Altdöbern  nahm sich Michael Hirte Zeit, um RUNDSCHAU-Mitarbeiter Uwe Hegewald ein paar Fragen zu beantworten.

Was löst es bei Ihnen aus, mal wieder in der Heimat aufzutreten? Schließlich liegt Altdöbern nur wenige Kilometer von Ihrer Geburtsstadt Spremberg und den zwischenzeitlichen Wohnorten Lübbenau und Calau entfernt.
Hirte: Man wird sofort an frühere Zeiten erinnert. Als ich durch Calau gefahren bin, habe ich mich an Horst erinnert. Der war damals mein Chef, als ich auf dem Calauer Friedhof gearbeitet habe. Mit dem würde ich gerne mal wieder plaudern.

Kennen Sie Altdöbern oder haben Sie die Gemeinde sogar schon einmal besucht?
Hirte: Klar kenne ich Altdöbern. Da werden sofort Erinnerungen an eine außergewöhnliche Fahrt wach. Meine Schwester Kerstin stand kurz vor der Entbindung und ich habe sie nach Altdöbern chauffiert. Bei den damaligen Straßenverhältnissen war ich in Sorge, dass die Geburt meines Neffen Gino schon im Auto passiert. Ist aber alles gut gegangen und auch schon 30 Jahre her. Mir war nicht bekannt, dass es die Entbindungsstation in Altdöbern gar nicht mehr gibt.

Tickets für das Konzert in der Altdöberner Kirche waren im Handumdrehen, bereits im Vorverkauf vergeben. Können Sie sich die große Nachfrage erklären?
Hirte: Das ist doch ein Zeichen, dass die Leute die Musik mögen. Was jedoch die Ticket-Angelegenheiten betrifft, liegt das in den Händen meines neuen Managers Mario Frank. Da müssen er und der Altdöberner Gemeindekirchenrat alles richtig gemacht haben (Siehe: Zum Thema).

Gemeinsame Auftritte mit ihrer Live Band und Simone Oberstein gibt es inzwischen regelmäßig. Wie lange musizieren Sie schon gemeinsam?
Hirte: Das liegt schon viele Jahre zurück. Erste gemeinsame Konzerte gab es bereits 2009, ein Jahr nach meinem Erfolg beim RTL-Supertalent. Inzwischen verstehen wir uns fast blind.

Gab oder gibt es womöglich Ambitionen, es selbst einmal mit dem Singen zu probieren und haben Sie sich nach Triola und Mundharmonika schon mal an einem anderen Instrument versucht?
Hirte: Ab und zu singe ich im Programm kurze Passagen mit. Mehr will ich dem Publikum nicht zumuten. Dieter Bohlen würde mir vorwerfen, dass ich keinen einzigen Ton treffe und doch besser bei der Mundharmonika bleiben sollte. Das ist mein Instrument, obwohl ich mittels Ein-Finger-Suchsystem auch Klavier und Akkordeon spiele. Ein wenig auch Gitarre, wobei ich niemals behaupten würde, dass ich es kann.

Wie groß ist ihr Fundus an Mundharmonikas und gibt es ein Lieblingsinstrument?
Hirte: Ein Lieblingsinstrument gibt es nicht. Lustig ist, dass ich regelmäßig Mundharmonikas geschenkt bekomme und der Fundus inzwischen auf über 300 Instrumente angewachsen ist, die in zwei Kisten lagern. Wenn das so weitergeht, kann ich irgendwann mal eine Ausstellung ins Leben rufen.

In der Vorweihnachtszeit gastieren Sie fast jeden Tag an einem anderen Ort und leben quasi auf gepackten Koffern. Wann beginnen für Sie die entspannenden Momente?
Hirte: Jetzt gilt es erst einmal, sich auf die Ave Maria-Tour zu konzentrieren. Wir wollen unser Publikum  nicht enttäuschen. Zum Zurücklehnen bleibt später noch Zeit.

Wissen Sie schon wo und mit wem Sie in diesem Jahr die Weihnachtstage verbringen?
Hirte: Am 23. Dezember gibt es noch einen Auftritt in der Schweiz. Am 24. Dezember geht’s dann zurück nach Deutschland. Wo und mit wem ich in diesem Jahr Weihnachten feiere, kann ich heute noch nicht sagen.