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| 16:06 Uhr

Benefizkonzert
Melodien für einen guten Zweck

Am 7. Dezember 2017 macht Michael Hirte mit seiner „Ave Maria-Tour“ Station in der evangelischen Kirche von Altdöbern. Überschüsse des Konzerterlöses sollen in die Sanierung des Kirchedaches fließen.
Am 7. Dezember 2017 macht Michael Hirte mit seiner „Ave Maria-Tour“ Station in der evangelischen Kirche von Altdöbern. Überschüsse des Konzerterlöses sollen in die Sanierung des Kirchedaches fließen. FOTO: Uwe Hegewald
Altdöbern/Lübbenau. Konzert von Michael Hirte in Altdöberner Kirche bildet Mosaikstein für ambitioniertes Vorhaben: Die Sanierung der Altdöberner Kirche.

Wenn am Donnerstag, 7. Dezember, mit Michael Hirte ein beliebter Mundharmonikaspieler sein Publikum verzaubern wird, hallen in der evangelischen Kirche weitere Interessen mit. Das Gotteshaus ist bekannt für seine außergewöhnliche Akustik. Sie soll auch das Ave Maria-Konzert des Künstlers mit Lübbenauer Wurzeln zu einem Erlebnis werden lassen.

Dem heutigen Klangvolumen vorausgegangen sind bittere Momente, die in das Jahr 1914 zurückreichen. Damals brannte die ursprüngliche Kirche auf dem Markt bis auf die Grundmauern nieder. Ein neues Gotteshaus musste errichtet werden – weitaus größer als der Vorgängerbau, mit erhabener Kassettendecke, dem größten Stahlglockengeläut im Land Brandenburg und über 800 nummerierten Sitzplätzen.

Lothar Nicht spricht mit großem Respekt über die Leistungen der Bauleute und zupackenden Gemeinde von einst: „Am 20. Oktober 1918, noch vor dem Ende des Ersten Weltkrieges, erfolgte die Grundsteinlegung des neuen Kirchengebäudes, am 7. August 1919 das Richtfest und am 20. Januar 1921 die Weihe der neuerbauten Pfarrkirche“, berichtet das Mitglied des Gemeindekirchenrates.

Unter Leitung von Pfarrer Udo Meckert erfolgte Mitte der 1980er Jahre eine umfassende Sanierung der Kirche, insbesondere durch Handwerker aus dem Ort, wie Malermeister Waldemar Strauß oder die Baubrigade Kurt Tschirnhorsky. Allein für eine dauerhafte Dachsanierung reichten die verfügbaren Mittel nicht. Inzwischen nagt der Zahn der Zeit immer stärker und immer häufiger an den Dachziegeln. „Regelmäßig gibt es Wassereinbrüche zu beklagen. Inzwischen belaufen sich finanzielle Aufwendungen für zwingend notwendige Reparaturen auf rund 2000 Euro jährlich“, teilt Lothar Nicht mit.

Nicht nur Altdöberner Christen sehnen sich eine konsequente Kirchendachsanierung herbei, sondern auch Musikliebhaber. Das Gotteshaus gilt als eines der Wahrzeichen der Gemeinde und gern genutzter Konzertsaal.

Bereits vorangegangene Generationen haben Gelder zweckgebunden zurückgelegt und somit ein Viertel der prognostizierten Bausumme zusammengetragen. Mit unterschiedlichen Kulturangeboten versucht die Kirchengemeinde, zusätzlich Mittel zu akquirieren. So sei man auch in großer Hoffnung auf ein gut besuchtes Konzert mit Michael Hirte. Sollten nach Künstlergage und anfallenden Kosten noch Gelder übrig bleiben, sollen auch diese in das Projekt Kirchendachsanierung fließen.

Was die Umsetzung anbetrifft, setzt die Kirchengemeinde um Pfarrerin Dr. Astrit Schlüter auf Zuversicht, Gottvertrauen und wünscht von Herzen: „Es wäre ein würdiger Rahmen, wenn wir zum 100-jährigem Kirchenjubiläum, am 20. Januar 2021 mit einem neu gedeckten Dach aufwarten könnten.“