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| 15:16 Uhr

Kunst
Reise-Impressionen und spirituelle Bilder

Künstlerin Hildegard Lubig führt die Besucher durch ihre neue Ausstellung. Bei einem Bild, dass ein Schuhgeschäft in Monmatre (Paris) zeigt, demonstrierte sie, wie ihr Enkel Modell stehen musste.
Künstlerin Hildegard Lubig führt die Besucher durch ihre neue Ausstellung. Bei einem Bild, dass ein Schuhgeschäft in Monmatre (Paris) zeigt, demonstrierte sie, wie ihr Enkel Modell stehen musste. FOTO: LR / Stephan Meyer
Vetschau. Die Lübbenauer Künstlerin Hildegard Lubig mit neuer Ausstellung im Vetschauer Schloss. Von Stephan Meyer

Es sei einfach über sie gekommen, sich auch mal mit spirituellen Themen auseinanderzusetzen, erklärt Hildegard Lubig die neuen Bilder ihrer Ausstellung. Bereits zum zweiten Mal stellt die Lübbenauer Künstlerin im Vetschauer Stadtschloss aus. Die Vernissage fand am Dienstag statt.

Ihre neuen Werke tragen Namen wie „Der Weg ins neue Leben“, „Die Umarmung“ oder „Die Weltkugel“. „Ich möchte auch nicht immer das Gleiche malen“, begründet die 76-Jährige ihre Hinwendung zu neuen Themen.

Hildegard Lubig malt vor allem in Öl und Acryl, gelegentlich auch Aquarelle. Bekannt ist sie in erster Linie für ihre Landschaftsmotive und Reiseimpressionen, denen sie auch bei ihrer aktuellen Ausstellung treu geblieben ist. Sie machen rund die Hälfte der Werke im Vetschauer Schloss aus. Die meisten davon zeigen Eindrücke von Reisen in und auf mediterrane Länder und Inseln, wie Frankreich, Italien, Rhodos oder Kreta.

Die Mehrzahl habe sie im Winter in Vorbereitung auf die Ausstellung gemalt, erklärt die 76-Jährige. Da habe sie nichts im Garten zu tun und genügend Zeit. Aber auch ältere Werke haben es in die Ausstellung geschafft. Reisefotos dienen ihr als Vorlage für ihre Motive, wobei sie sich nicht immer getreu an die Vorlage hält. „Das ist dann künstlerische Freiheit“, sagt die Lübbenauerin. So wird schon mal eine Straßenszene in Lissabon um eine Straßenbahnhaltestelle, kunstvolle Fliesen und Wäsche, die zum trocknen aus dem Fenster hängt, ergänzt.

Zur Malerei kam die geborene Oberschlesierin erst Anfang der 90er-Jahre. Nachdem sie 1964 nach Lübbenau zog, wechselte sie 1990 ihren Wohnort nach Cottbus, wo sie in der Brandenburgischen Kunstsammlung und an der Volkshochschule an Kursen für Malerei teilgenommen hatte. Bereits sechs Jahre später stellte sie ihre erste eigene Ausstellung in der Sandower Bibliothek auf die Beine. Inzwischen wohnt Hildegard Lubig wieder in Lübbenau.

Die neue Ausstellung im Vetschauer Schloss ist zu den Öffnungszeiten der Stadtverwaltung bis zum 30. September zu sehen.