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| 17:02 Uhr

Maler, Grafiker, Fotografen und Objektkünstler
Künstler wollen neuen Blick auf Spreewald eröffnen

Gregor-Torsten Kozik, Thomas Ranft, Cristiane Bergelt, Micha Brendel, Ulrike Hogrebe und Osmar Osten (v.l.) sowie drei weitere Künstler frühstücken und arbeiten während des Symposiums Im Kulturzentrum Gleis 3.
Gregor-Torsten Kozik, Thomas Ranft, Cristiane Bergelt, Micha Brendel, Ulrike Hogrebe und Osmar Osten (v.l.) sowie drei weitere Künstler frühstücken und arbeiten während des Symposiums Im Kulturzentrum Gleis 3. FOTO: LR / Daniel Preikschat
Lübbenau. Unter dem Motto „Landschaftssicht = Weltsicht“ sollen Visonen entstehen und Gegenbilder zu erlebter Realität.

Gregor-Torsten Kozik war noch nie im Spreewald. Zugleich ist der Chemnitzer Mitglied der legendären Gruppe CLARA MOSCH gewesen, die sich zu DDR-Zeiten mit Aktionskunst staalicher Bevormundung entzog. Bilder „aus der Meditation heraus“ fertigt Kozik, seine Objekte entstehen aus der Erforschung des Raums. Insofern scheint der Künstler geeignet, dem Spreewald ganz neue Seiten abzugewinnen. Mit neuen Sichtweisen zu überraschen, sei schließlich stets Aufgabe von Kunst, sagt er.

Außer dem Chemnitzer werden das bis zum 8. September acht weitere Künstler versuchen. So lange dauert das Künstler Symposium „Landschaftssicht = Weltsicht“ in Lübbenau, das Thomas Ranft initiiert hat. Der Grafiker war Gründungsmitglied von CLARA MOSCH und hat mit Kurator Herbert Schirmer das Konzept für das Symposium erstellt. Eine „Vision von Landschaft“ soll entstehen, heißt es im Flyer. Und etwas akademisch: Private Befindlichkeiten und Sehnsüchte, aber auch gesellschaftliche und kulturgeschichtliche Entwicklungen können differenziert gespiegelt oder vorweggenommen werden. Entstehen dürfen auch Gegenbilder zur erlebten Realität, was bei einer Auktion gegen Ende des Symposiums am 8. September in der Bunten Bühne, zu sehen sein wird.

Außer den einstigen CLARA MOSCH-Mitstreitern beteiligen sich Madeleine Heublein, Ulrike Hogrebe, Anne Heinlein, Christiane Bergelt sowie Micha Brendel, Osmar Osten und Helge Leiberg. Von ihnen sind Malereien, Fotografien, Objekte und Installationen zu erwarten.

Vom Symposium haben auch die Kinder der Traugott-Hirschberger-Grundschule etwas, die an einem Kinder-Kunst-Projekt im Gleis 3-Kulturzentrum teilnehmen können. Weiter findet dort am Donnerstag, 23. August, um 19 Uhr ein öffentliches Künstlergespräch statt. Anne Heinlein stellt Montag, 27. August, ihr Projekt über weggebaggerte Dörfer an der Zonengrenze vor, Thomas Ranft und Gregor-Torsten Kozik reden am Dienstag, 4. September, über Kontinuitäten und Brüche in Künstlerbiografien vor und nach 1990, jeweils um 19 Uhr ebenfalls im Gleis 3.