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| 15:30 Uhr

Fotoausstellung
Nepal im Herzen

Dorit Robarick stellt im MZL Fotos aus Nepal aus. Zur Ausstellungseröffnung kam auch Leonie Arndt.
Dorit Robarick stellt im MZL Fotos aus Nepal aus. Zur Ausstellungseröffnung kam auch Leonie Arndt. FOTO: LR / Ingrid Hoberg
Lübbenau. Dorit Robarick zeigt im Medizinischen Zentrum Lübbenau Fotos von ihren Reisen in dieses Land.

„Im nächsten Jahr wird es meine 20. Reise nach Nepal“, sagt Dorit Robarick. Einen Eindruck von den Erlebnissen, die sie von den vorausgegangenen Reisen mitgebracht hat, gibt die gerade eröffnete Personalausstellung im Medizinischen Zentrum Lübbenau. Auf rund 45 Fotografien sind Alltagssituationen eingefangen, wird das Leben der Menschen in Nepal, und besonders auf dem Land, gezeigt.

Zu jedem Foto kann die Lübbenauerin Geschichten erzählen. Da gibt es die Aufnahme, auf der sie ein Neugeborenes im Arm hält. „Das ist mein Patenkind, zwei Tage alt. Und jetzt ist es schon vier Jahre geworden!“, sagt sie voll Freude. Der Junge trägt eine Strickjacke, die sie noch von ihrem Sohn, der inzwischen erwachsen ist, aufgehoben hatte.

Nicht nur eigene Spenden nimmt sie seit Jahren mit auf die Reise nach Nepal. Insbesondere nach den beiden verheerenden Erdbeben im Jahr 2015 hatte sie Geld dabei, das Menschen aus Lübbenau und der Region ihr zu treuen Händen mitgaben. An dem kleinen Stand, den Dorit Robarick zur Ausstellungseröffnung aufgebaut hat, gibt es auch ein Buch, in dem die Spendensummen genau aufgelistet sind, die an bedürftige Familien gegeben wurde.

„Ich entscheide nicht, wer eine finanzielle Unterstützung am nötigsten braucht. Dazu habe ich einheimische Sozialarbeiter an meiner Seite, die die familiäre Situation jedes einzelnen genau kennen“, sagt Dorit Robarick. Von Kathmandu aus ist sie in entlegene Bergdörfer gefahren - dorthin, wo staatliche Hilfe kaum oder nur schwer gelangt. Der Besuch eines Krankenhauses mit Neugeborenenstation gehört ebenfalls zu den Orten, die sie regelmäßig besucht. „Jeweils acht Babys bekommen ein Geschenk“, erzählt Dorit Robarick. Es soll der Start ins Leben unterstützt werden.

Die Bilder der Ausstellung zeigen, schöne Situationen voll menschlicher Anteilnahme und Dankbarkeit, aber auch die schwierigen Lebensbedingungen. „Eine medizinische Versorgung wie hier in Deutschland kennen die Nepalesen nicht“, erklärt die Lübbenauerin. Der Arzt wird für die Behandlung direkt bezahlt, gerade in den Bergen kommt er nicht so oft. „Dann stehen die Menschen an. Nicht ein oder zwei Stunden, sondern einen ganzen Tag. Und sie sind dennoch dankbar für die Behandlung“, betont sie.

„Und wir können dankbar sein, dass Dorit Robarick uns Anteil nehmen lässt an den Erfahrungen und Erlebnissen, die sie in Nepal gemacht hat“, sagte Karin Linke, Geschäftsführerin des Medizinischen Zentrums Lübbenau, zur Ausstellungseröffnung. Sie sei berührt davon, was mit den Spendengeldern erreicht werden konnte.

Entstanden war die Idee zu einer Ausstellung mit den Nepal-Bildern nach einer Anregung durch Brunhild Buttgereit von der Fotogruppe Elektron, wie Dorit Robarick sagte. Sie hatte bei der 12. Spreewälder Fotoschau 2017, dem Wettbewerb, den die Lübbenauer Gruppe alljährlich auslobt, einen ersten Preis in der Kategorie „Menschlichkeit“ gewonnen. Dass die Bilder nun im Foyer und in der ersten Etage des Medizinischen Zentrums in den kommenden zwei Monaten zu sehen sind, ist auch der „außergewöhnlichen Unterstützung der Fotogruppe“ zu verdanken, wie Dorit Robarick sagt. Das Rahmen und Hängen der Bilder wäre allein sicher nicht zu schaffen gewesen. Wie Günter Diehr, Elektron-Vorsitzender erklärt, habe die Fotogruppe schon mehrfach andere bei der Vorbereitung und Durchführung von Ausstellungen unterstützt - ehrenamtlich, in der eigenen Freizeit.