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| 02:32 Uhr

Kriegsgräberpflege in Vereinshand

Altdöbern/Neupetershain. Vor den Gräbern gefallener Soldaten der Roten Armee im Zweiten Weltkrieg sind in dieser Woche die Pflegeverträge unterzeichnet worden. Wie in den Jahren zuvor konnten Vereine aus Altdöbern und Neupetershain die Pflege der Kriegsgräber während der Vegetationsperiode beantragen. Uwe Hegewald/uhd1

Dafür bereitgestellte Mittel werden von der Amtsverwaltung Altdöbern direkt an die mitwirkenden Vereine weitergeleitet.

Erstmals sind es sechs Vereine, die sich die Arbeiten auf den insgesamt vier Kriegsgräberstätten in Altdöbern und Neupetershain teilen. "Erklären lässt sich das durch die Höhe der Zuwendungen, die vom Landkreis bereitgestellt werden und erstmals 2000 Euro betragen", sagte die in der Amtsverwaltung für Friedhofs- und Bestattungswesen zuständige Collin Brack. Zuletzt standen 1300 Euro zur Verfügung. Um mehr Vereinen ein Mitwirken zu ermöglichen, habe man sich im Fall Altdöbern erstmals über eine Teilung der Pflegeperiode verständigt. So wird die Unterhaltung der Kriegsgräberstätte auf dem Altdöberner Markt (Rote Armee) von April bis Juli vom Awo-Ortsverein abgesichert. Ihm folgt der Frauenchor "Viva la musica", der sich von August bis November einbringen wird. Auf dem Soldatenfriedhof, auch Buchholzer Teil genannt, beginnt der "Männergesangsverein 1874 Altdöbern", gefolgt vom "Heimatverein Altdöbern". Für die erfolgte Arbeit werde jedem Verein 200 Euro ausgezahlt. Jeweils 400 Euro erhalten der "SV Corona Neupetershain" für die Pflege der Kriegsgräberstätte in Neupetershain-Nord sowie der "Modellbahn, Modellbau- und Puppenverein Neupetershain", der auf dem Friedhof in Süd aktiv wird.

Vor der Vertragsunterzeichnung erinnerte Amtsdirektor Detlef Höhl an das Leid und die Opfer, die der Zweite Weltkrieg forderte. "Dass sich unsere Vereine für die Kriegsgräberpflege engagieren, beweist auch, dass sie sich mit den Geschehnissen auseinander setzen und diese wachhalten", betonte er.