| 06:38 Uhr

Kreisverkehr
Vetschau diskutiert Gestaltung seiner Kreisel

Im Kreisverkehr auf dem Hospitalplatz wird für den Vetschauer Wochenmarkt geworben.
Im Kreisverkehr auf dem Hospitalplatz wird für den Vetschauer Wochenmarkt geworben. FOTO: Kuschy / Medienhaus Lausitzer Rundschau
Vetschau. Mehrheit der Bürger lehnt Skulpturen ab und wünscht sich Spreewaldmotive. Abgeordnete schlagen Vetschau-Typisches vor. Von Hannelore Kuschy

Wenig Zuspruch haben die Skulpturen des Künstlers Dietrich Lusici zur Gestaltung der Kreisverkehre in Vetschau gefunden. Sie waren im Schloss ausgestellt. 84 Bürger haben ihre Meinung zu Papier gebracht. Viele von ihnen unterbreiteten eigene Vorschläge, wie die bestehenden Kreisverkehre auf dem Hospitalplatz und am Griebenowpark sowie noch zu bauende Kreisel einmal aussehen könnten.

Für den Kreisel Calauer Kreuzung kamen Vorschläge wie Kahn mit Fährfrau und Hund, denn der ist Bestandteil des Vetschauer Wappens. Außerdem seien Informationen zur Doppelkirche denkbar. Für möglich halten andere eine Bepflanzung mit dem Vetschauer Wappen oder mit Bodendeckern, ein Tor zum Spreewald, die Silhouette der Slawenburg oder eine Skulptur, die den Ehrenbürger Richard Hellmann darstellt.

Für den Kreisel am Griebenowpark könnte nach Ansicht von Vetschauern ein Wegweiser zu Sehenswürdigkeiten aufgestellt werden. Auch ein Modell der Griebenow-Villa und Baumskulpturen aus Holz würden gefallen. Eine Baggerschaufel oder fünf Schornsteine mit zwei Blöcken als Erinnerung an das Kraftwerk schlagen Vetschauer für einen Kreisel vor, der irgendwann an der Pieck-/Gagarinstraße gebaut werden soll. Und schließlich der Kreisel auf dem Hospitalplatz: Dort könnte zum Beispiel eine Tanne stehen, die zur Weihnachtszeit geschmückt wird.

„Alle Ideen sind willkommen - raus damit“, fordert Bürgermeister Bengt Kanzler (parteilos) im Tourismusausschuss auf. Uwe Jeschke (SPD) regt einen Arbeitskreis an, der sich mit dem Thema beschäftigt. Susan Götze (Linke) und die sachkundige Einwohnerin Christiane Zimmermann sehen im Gegensatz zu Dietmar Schmidt (CDU) Vetschau-Typisches in einem Kreisverkehr. Auf eine Frage von Winfried Böhmer (Bündnisgrüne) erklärt Fachbereichsleiter Sven Blümel, dass zwei Drittel des Kreisels Calauer Kreuzung gepflastert werden müssen, damit ihn schwere Laster bei Bedarf auch befahren können.