Von Rüdiger Hofmann

Die künftige Gestaltung der Vetschauer Kreisel auf dem Hospitalplatz und am Griebenowpark sowie auf den Mittelinseln noch zu bauender Kreisel – wie an der Calauer Kreuzung – ist aktuell wieder Thema in der Stadt. Im Wirtschaftsausschuss informierte das Bauamt über ein geplantes Werkstattverfahren. „Eine Arbeitsgruppe soll nun den Gestaltungsprozess initiieren“, sagt Bauamtsleiter Sven Blümel. Heißt im Klartext: Es soll entschieden werden, ob ein Künstler oder ein Büro die Gestaltung übernehmen wird – mit welchen Inhalten, Zielen und zu welchen Kosten. Derzeit ist die MKS Architekten-Ingenieure GmbH in den Planungsprozess eingebunden.

Außerdem müsse abgestimmt werden, ob es sich um ein Kunstwerk, eine Landschaft, eine Werbefläche oder ein Denkmal handeln soll. „Wir müssen uns klar werden, für welche Zielgruppe das Projekt gedacht ist“, so Blümel. Für Autofahrer? Für auswärtige Besucher? Für den Vetschauer Bürger? Soll es ein Leitsystem werden, eine Orientierung, eine Provokation oder ein Alleinstellungsmerkmal?

Anschließend geht es um die Frage, ob Bürger die Gestaltung übernehmen, Landschaftsgärtner oder Akteure der Stadt, und ob es einen Künstlerwettbewerb geben wird. Noch sind viele Fragen offen. „Am 26. Februar wird es dazu ein Bürgerforum geben“, sagt der Bauamtsleiter. Dort sollen die Rahmenbedingungen abgesteckt werden. Eingeladen sind Bürger, Schulvertreter, die Wohnungsgesellschaft, Architekten und Künstler. „Heute betrachten wir das als Auftaktinformationsveranstaltung“, so Blümel.

Grundsätzlich wird das Thema nicht zum ersten Mal angefasst. Wenig Zuspruch hatten im Jahr 2017 die Skulpturen des Lübbenauer Künstlers Dietrich Lusici zur Gestaltung gefunden. Die Vetschauer machten daraufhin eigene Vorschläge, wie die bestehenden und künftigen Kreisverkehre aussehen könnten. Für den Kreisel Calauer Kreuzung kamen Vorschläge wie Kahn mit Fährfrau und Hund, denn der ist Bestandteil des Vetschauer Wappens. Auch Informationen zur Doppelkirche wurden in Erwägung gezogen. Für möglich halten andere eine Bepflanzung mit dem Vetschauer Wappen, ein Tor zum Spreewald oder die Silhouette der Slawenburg. Für den Kreisel am Griebenowpark könnte ein Wegweiser zu Sehenswürdigkeiten stehen. Und eine Erinnerung an das Kraftwerk Vetschau wurde für einen künftigen Kreisel an der Pieck-/Gagarinstraße vorgeschlagen.