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Kreiselbau fordert die Planer

Der Rote Platz in Lübbenau mit Kreuzungsbereich, Einkaufszentrum und anliegender Robert-Koch-Straße (am rechter Bildrand).
Der Rote Platz in Lübbenau mit Kreuzungsbereich, Einkaufszentrum und anliegender Robert-Koch-Straße (am rechter Bildrand). FOTO: dpr
Lübbenau. Ein Einkaufszentrum soll neu gestaltet, ein Verkehrskreisel gebaut und eine Hauptverkehrsstraße ausgebaut werden. Jedes dieser Projekte wäre schon für sich genommen eine Hausnummer. Daniel Preikschat

In der Lübbenauer Neustadt greifen die drei Vorhaben ineinander, bilden, wenn man so will, eine große Baumaßnahme, die in den kommenden Monaten durchgeplant und abgearbeitet sein will.

Stadtplaner Peter Brandt spricht denn auch von großem Abstimmungsbedarf, der hier erforderlich ist. Absprechen müssten sich vor allem die Planungsbüros, die von der Stadt Lübbenau einerseits und von der Rewe-Zentrale andererseits beauftragt wurden. Klar sei, so Brandt, dass es mit dem Bau des Kreisverkehrs startet. "Der Kreisel ist das A und O." In diesem Jahr werde voraussichtlich nur die Regenentwässerung eingebaut. Möglicherweise könne das bei laufendem Verkehr passieren. "Wir prüfen das noch", so der Bereichsleiter.

2018 erst soll der Kreuzungsbereich aufgerissen und der Kreisel selbst angelegt werden. Ebenfalls 2018 will auch die Rewe-Zentrale mit Rück- und Neubau beginnen - und auch fertig werden, wie Markt-Inhaber Jan Radke bereits angekündigt hat. Brandt rechnet mit mehreren Teilabrissen auf dem Rewe-Areal, sodass der Kundenstrom nicht komplett abreißen muss.

Rewe plant, sämtliche Gebäude, inklusive des ehemaligen Konsums, rückzubauen und zwei neue Gebäude zu errichten - mit einem Parkplatz dazwischen und Zufahrten von der Kochstraße und der Straße des Friedens. Während der Bauarbeiten für Kunden möglichst durchgängig erreichbar bleiben sollen aber auch die Geschäfte in der wis-a-vis-Ladenzeile. Zumindest ist das angestrebt.

Eine fast noch größere Herausforderung als die Bauvorhaben selbst könnte die Suche nach Umfahrungsmöglichkeiten sein, wenn die stark frequentierte Kreuzung Straße des Friedens/Straße der Jugend/Robert-Koch-Straße 2018 gesperrt sein wird. "Da tüfteln wir noch", so Peter Brandt. Mit Blick auf den Stadtplan könnten Lindenweg und Straße der Freundschaft zur Umleitung werden. Ideal wäre es aber zweifellos nicht, Durchgangsverkehr so dicht an der Wohnbebauung vorbeizuführen, räumt der Planer ein. Der Verkehr aus Richtung Kochstraße könnte, da sind Stadt und Rewe im Gespräch, über Parkplatzflächen am Rand des Roten Platzes geführt werden. Erst nach Fertigstellung des Kreisverkehrs komme die Kochstraße an die Reihe, heißt es aus dem Rathaus weiter. Entsprechend könnte die alte Plattenpiste erst 2019 oder 2020 Geschichte sein. Von Vorteil ist hier, dass der WAC die Regenentwässerung schon eingebaut hat.

Zum Thema:
Die Stadt lädt Interessierte am Dienstag, 4. Juli, in den Mehrzweckraum der Spreewelten in der Alten Huttung 13 ein, um dort über den Bebauungsplan für das Nahversorgungszentrum Roter Platz zu informieren. Angesprochen werden soll im Zusammenhang damit auch der anstehende Bau eines Verkehrskreisels am Roten Platz und der Ausbau der anliegenden Robert-Koch-Straße. Planer von Rewe sollen ebenfalls anwesend sein. Die Veranstaltung beginnt am Dienstag um 17 Uhr.