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Kreiselbau beginnt mit Berliner Straße

Die viel befahrene Calauer Kreuzung in Vetschau soll ab dem kommenden Jahr zum Kreisverkehr ausgebaut werden.
Die viel befahrene Calauer Kreuzung in Vetschau soll ab dem kommenden Jahr zum Kreisverkehr ausgebaut werden. FOTO: Hannelore Kuschy
Vetschau. Nach 13 Jahren Ausharren – 2005 gab es bereits die Vorplanung – kann Vetschau nun berechtigt davon ausgehen, dass ab dem kommenden Jahr der Kreisverkehr Calauer Kreuzung gebaut wird. Er wird voraussichtlich 1,5 Millionen Euro kosten, an denen sich die Stadt mit etwa 300 000 Euro zu beteiligen hat. Hannelore Kuschy

Ende dieses Jahres müssen wohl die ersten Bäume fallen. Winfried Böhmer (Bündnisgrüne) bat nochmals darum, zu prüfen, ob die Platanen nicht umgepflanzt und damit erhalten werden können.

Wie heute die Kreuzung, wird auch der künftige Kreisel vierarmig sein. Als Querungshilfen dienen auf jeder Straße unmittelbar hinter dem Kreisel Mittelinseln (siehe Zeichnung Berliner Straße). Neben dem Kreisverkehrausbau, finanziert durch Bund, Land und Kommune, wird Vetschau darüber hinaus die Berliner Straße zwischen dem Netto-Markt und der Ein engung Höhe Berliner Straße 27, also einschließlich Brücke, ausbauen. Geschätzt wird das 175 000 Euro kosten. Wie Baufachbereichsleiter Sven Blümel sagt, ist ein Fördermittelantrag gestellt - gerechnet wird mit einem Zuschuss in Höhe von 100 000 Euro.

Wie andere Straßen wird auch die Berliner Straße einen etwas anderen Verlauf nehmen - sie rückt nach Angaben von Detlef Wunderlich vom Ingenieurbüro Kisters weiter in Richtung Schloss. Denn jede Straße müsse rechtwinklig in den Kreisel münden. Das betreffe auch die L 49 aus Richtung Cottbus kommend. Dadurch werde auch nur eine begrenzte Zahl von Pendlerparkplätzen angelegt werden können.

Die jetzige Fahrbahnbreite der Berliner Straße ändert sich zugunsten der Gehwege (2,30 auf der Parkseite und 2,75 Meter auf der Nordseite). Für Aufregung sorgt unter einigen Mitgliedern der Stadtverordnetenversammlung, dass es entlang der Berliner Straße keinen Radweg geben soll. Martin Minde als sachkundiger Einwohner sieht darin Vetschauer System und erinnert an die Bahnhofstraße. "Wer läuft schon zum Netto?", fragt er. Auch Winfried Böhmer ist sich sicher: "Es gibt mehr Radfahrer als Fußgänger, die in diesem Bereich unterwegs seien, beispielsweise zu den Gärten oder in Richtung Belten. Nach Überzeugung des Planers ließe sich ein Radweg auf der Brücke über dem Vetschauer Mühlenfließ platzmäßig nicht realisieren. Auch unter der Autobahnbrücke hätte ein Radweg keine Chance, schon deshalb nicht, weil kein Radweg im Anschluss fortgeführt werde - das sei gefährlicher als gänzlich ohne Radweg auszukommen.

Die Berliner Straße wird als erster Bauabschnitt des Kreisverkehrs 2018 ausgebaut