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| 02:42 Uhr

Kreativ mit Alu-Folie gestaltet

Beim Workshop "Spieglein, Spieglein an der Wand" erfuhren Schüler der Goyatzer Oberschule, wie kreativ sich mit Alu-Folie arbeiten lässt. Der japanische Künstler Toshihiko Matsuya gab dazu seine Erfahrungen weiter. Der Katalog "XXIII. Rohkunstbau Festival" wird am Samstag um 16.30 Uhr im Schloss präsentiert.
Beim Workshop "Spieglein, Spieglein an der Wand" erfuhren Schüler der Goyatzer Oberschule, wie kreativ sich mit Alu-Folie arbeiten lässt. Der japanische Künstler Toshihiko Matsuya gab dazu seine Erfahrungen weiter. Der Katalog "XXIII. Rohkunstbau Festival" wird am Samstag um 16.30 Uhr im Schloss präsentiert. FOTO: D. Klaue
Lieberose. "Zu Zeiten, als sich Rohkunstbau im Spreewald etablierte, gehörte auch immer ein Schülerkunstprojekt dazu", sagt Dieter Klaue, Kunstlehrer und Leiter der Ludwig-Leichhardt-Oberschule Goyatz. "Unter Anleitung professioneller Künstler beteiligten sich die Schüler mit Objekten, Performance oder Malerei", erinnert er sich. Ingrid Hoberg

Nun ist das XXIII. Rohkunstbau Kunstfestival in die Region zurückgekehrt und diese Tradition wurde wieder aufgenommen.

25 Mädchen und Jungen aus der Klasse 7 b haben vor den Sommerferien gemeinsam mit dem japanischen Künstler Toshihiko Matsuya am Workshop "Spieglein, Spieglein an der Wand" teilgenommen. In zwei Tagen lernten sie Alu-Folie, das Werkmaterial des Künstlers kennen, mit dem er die Skulptur der Ritter gestaltet hat. In der einstigen Bibliothek des Lieberoser Schlosses sind die beiden Figuren samt Pferden zu sehen. Die Schüler formten Menschen, Tiere und Fantasiewesen, die Folie setzten sie in großen Mengen ein. "Die Kommunikation mit dem Künstler verlief größtenteils in Englisch, was nicht in Worten erklärbar war, wurde durch Zeigen und Schauen verständlich", sagt Dieter Klaue.

Mit Begeisterung waren die Schüler bei der Sache, das Kunstfestival-Thema "Fremdheit" in eigenen Entwürfen umzusetzen. Zum Abschluss interpretierte jeder seine Arbeit für die anderen Teilnehmer. "Zwei Tage intensiv an einem eigenen Werk zu arbeiten und Kreativität zu entwickeln - ohne zeitliche Beschränkung wie sonst im Unterricht - das hat allen Spaß gemacht", konnte der Kunstlehrer beobachten. Nun wollen die Schüler ihre Objekte am Rande von Rohkunstbau dem Publikum präsentierten. Diese Gelegenheit soll es im September bei einer Elternversammlung geben.

Die Arbeiten der elf Künstler, die sich am XXIII. Rohkunstbau zum Thema "Die Schönheit im Anderen - The Beauty of Difference" beteiligt haben, können jeweils Samstag und Sonntag von 12 bis 18 Uhr im Schloss Lieberose besichtigt werden. Darüber hinaus gibt es ein Kunst-Film-Programm mit Porträts von Künstlern, die sich als Intellektuelle ihrer gesellschaftlichen Verantwortung stellen. In den filmischen Essays werden neben der jeweiligen künstlerischen Entwicklung auch das Umfeld, die gesellschaftlichen Reaktionen und ihr Verhältnis zum Kunstmarkt gezeigt. Die Filmreihe setzt sich mit Künstlern als öffentliche Intellektuelle auseinander und ist Teil eines Rückblicks auf Leben und Werk des Namensgebers der Stiftung, die Träger des Kunstfestivals ist.

Zu Auftakt wird am Samstag, 22. Juli, um 19 Uhr "Heinrich Böll: Eine deutsche Erinnerung" (1992) gezeigt. "Ein Künstler und Intellektueller, der mit seiner Haltung auch zu aktuellen Konflikten Wesentliches beizutragen hat", kündigt die Heinrich-Böll-Stiftung Brandenburg an. Es werde der Schriftsteller, Nobelpreisträger und Präsident des Internationalen PEN-Clubs gewürdigt. Böll (21. Dezember 1917 - 16. Juli 1985) gilt als einer der bedeutendsten deutschen Schriftsteller der Nachkriegszeit.

Am 29. Juli läuft dann "Beuys", der Film von Andres Veiel, und am 5. August werden zwei Filme des Cottbuser Filmemachers Donald Saischowa gezeigt: "Trommeln auf Blech" (1994) und "Elegia Rhapsody" (2017).

Weitere Informationen unter:

www.rohkunstbau.de