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| 01:10 Uhr

Kräutermischungen gegen Zipperlein und ernste KrankheitKräutermischungen gegen Zipperlein und ernste Krankheit

Hübsch und heilsam ist die Ringelblume, die in Spreewälder Gärten wächst und sich gerne selbst aussät. Im Kräutergarten nach Maria Treben von Gabriele Schröder darf sie nicht fehlen.Hübsch und heilsam ist die Ringelblume, die in vielen Spreewälder Gärten wächst und sich gerne selbst aussät. Im Kräutergarten nach Maria Treben von Gabriele Schröder darf sie nicht fehlen.
Hübsch und heilsam ist die Ringelblume, die in Spreewälder Gärten wächst und sich gerne selbst aussät. Im Kräutergarten nach Maria Treben von Gabriele Schröder darf sie nicht fehlen.Hübsch und heilsam ist die Ringelblume, die in vielen Spreewälder Gärten wächst und sich gerne selbst aussät. Im Kräutergarten nach Maria Treben von Gabriele Schröder darf sie nicht fehlen. FOTO: Foto: SchirlingFoto: Schirling
Gross Beuchow.. Viele kennen Gabriele Schröder aus Groß Leuthen, die mit ihrem Obst- und Gemüsehandel auch auf dem Markt steht. Herumgesprochen hat sich inzwischen bei einigen, dass sie nebenbei einen Kräutergarten nach Maria Treben in Groß Beuchow betreibt. Von Ingvil Schirling

Gabriele Schröder kennt viele Geschichten von der Heilung durch Kräuteranwendungen, von Banalitäten wie schütterem Haar bis hin zu schwerwiegenden Erkrankungen wie Krebs. Gleichwohl gibt sie zu, dass sie nicht von allen ihren Kunden, denen sie Salben und Tinkturen nach den von Maria Treben in dem Buch „Gesundheit aus der Apotheke Gottes“ zusammengetragenen Rezepten fertigt, eine Rückmeldung bekommt. Mag also sein, dass die Kräutermedizin nicht in allen Fällen hilft. Die Rückmeldungen aber, die sie bekommt, seien durchweg positiv. Gerade diejenigen, die zu Beginn besonders skeptisch seien, erzählt Gabriele Schröder, kämen begeistert wieder.
Sehr persönliche Gründe haben sie dazu bewegt, den Garten seit zwei Jahren intensiver zu betreiben. Ihre Mutter erkrankte schwer, und eine Mischung namens „Schwedenkräuter“ half. Der Krebsoperation mussten keine Bestrahlungen folgen, was Gabriele Schröder der Kräuteranwendung zuschreibt. Ihr selbst halfen die Mischungen gleich in zwei Fällen, womit die drei guten Gründe beisammen waren, sich um die Kräuterheilkunde zu bemühen. Ein Gang über die Anbaufläche fördert Erstaunliches zu Tage. Beinwell zum Beispiel, von dem es heißt, es beschleunige die Heilung von Knochenbrüchen, ist längst nicht so geheimnisvoll wie sein botanischer Name „Symphytum“ . Tatsächlich ist es das Kraut mit den fleischig-dunkelgrünen Blättern und den lila Blüten, das beinahe an jedem zweiten Spreewaldgraben wächst. Unkrautcharakter annehmen können die Klette, deren Wurzel volleres Haar bewirken soll, die Kamille oder der Ackerschachtelhalm. Welches Kraut wie heißt und bei welchem Zipperlein hilft, hat Gabriele Schröder ebenso dokumentiert wie die Krankheiten selbst. So können die Kräuter einzeln begutachtet werden, aber auch in einem Beet. Dieses zeigt dann alle Gewächse, die gemeinsam gegen ein bestimmtes Leiden helfen.
Hinweisen will Gabriele Schröder auch darauf, dass einige der Heilkräuter giftig sind. Sie einfach so dem Laien an die Hand zu geben, das finde sie nicht richtig, sagt sie. Dies sei auch einer der Kritikpunkte an den Zusammenstellungen von Maria Treben. Sie habe nicht in jedem Fall auf Giftigkeit hingewiesen, so die Groß Leuthenerin.

Wissenswert Zur Eröffnung
 Nachdem ihr Garten zur Brandenburger Landpartie bereits gut besucht war, will Gabriele Schröder ihn Sonntagnachmittag offiziell eröffnen. Ab 14 Uhr werden Kräuterführungen angeboten, die mindestens zwei Stunden dauern.