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| 17:46 Uhr

Planer stellen Entwürfe vor
Kosten für Kita bleiben im Rahmen

Für die Außenanlagen des künftigen Hort- und Kitagebäudes liegt die Planung vor. Auf dieser Seite liegt auch der Kita-Haupteingang.
Für die Außenanlagen des künftigen Hort- und Kitagebäudes liegt die Planung vor. Auf dieser Seite liegt auch der Kita-Haupteingang. FOTO: Daniel Preikschat / LR
Calau. Der Umbau des Calauer Bibliotheks- und Verwaltungsgebäudes wird kaum teurer als geplant. Die Planung kam im Fachausschuss gut an. Von Daniel Preikschat

Geht der Zeitplan auf, hat die Stadt Calau im Herbst 40 Kita- und 60 Hortplätze mehr zu bieten. Bereits im April soll es mit dem Innenausbau des Gebäude-Komplexes in der Straße der Jugend losgehen, wie Planer Henry Jochintke diese Woche im Bauausschuss informierte. Parallel soll die Grünfläche hinter dem Gebäude komplett umgestaltet werden. Fast noch besser kam bei den Stadtverordneten eine weitere Mitteilung an: Gegenüber der im November vorgelegten Kostenschätzung von 1,55 Millionen Euro ist nach Vergabe der ersten Aufträge mit Mehrkosten von nur 18 500 Euro zu rechnen. Da gab es kein Grund zum Meckern.

Erst recht nicht, was die vorgestellte Planung anbetraf. Vor allem die beabsichtigte Gestaltung des 1600 Quadratmeter großen Außenbereichs schien im Fachausschuss zu gefallen. Das Areal soll durch eine durchgängige Hecke zwei geteilt und bedarfsgerecht für Hort- und Kita-Kinder hergerichtet werden. Britta Bauer vom beauftragten Planungsbüro für Stadt und Landschaftsplanung in Königs Wusterhausen zeigte grafische Darstellungen eines Erlebnisspielgartens mit kunststoffbeschichtetem Terrassenboden, Rutsche und anderen Spielgeräten durch den sich ein Bobbycar-Parcours schlängelt. Das Hort-Außengelände soll unter anderem Wasserspiele, Weidentunnel, Kontaktschaukel und Hängematten bieten. Bäume sollen mit Holzpodesten eingefasst werden.

Was auch einen ganz praktischen Grund habe, so Britta Bauer. Laut einem mittlerweile vorliegenden Bodengutachten ist das Erdreich teilweise mit verkippter Asche und Schlacke belastet. Da ein Bodenaustausch sehr teuer wäre, schlug die Planerin vor, diese Erdschichten innerhalb des Areals zu verschieben und mit unbelastetem Boden abzudecken. Nur nahe einiger Schatten spendender Bäume, auf die nicht verzichtet werden sollte, ginge das nicht. Hier seien die Holzpodeste eine Lösung. Ebenfalls eine Herausforderung ist das Verlegen neuer Regen- und Schmutzwasserleitungen. Aufgrund der Bodenbeschaffenheit könnten die Leitungen durch Niederschlagswasser hoch gedrückt werden und müssen daher eingehaust oder mit Lehmpackungen beschwert werden. Letzteres sei die günstigere Lösung.

Weniger problematisch sind offenbar die Arbeiten im Gebäude. Vor allem das Würfelhaus, in dem die Kita untergebracht wird, müsse angefasst werden, so Henry Jochintke. Bedeutet: Grundrisse werden verändert, dazu Wände rausgenommen oder eingesetzt. Ebenfalls aufwendig ist der Einbau einer Bodenheizung. Zweiter Rettungsweg im Haus für die Kinder kann nun doch keine Rutsche sein. Man greife zurück auf die übliche Außentreppe.

Im lang gestreckten Gebäude bleibt die Bibliothek im Erdgeschoss. Im Obergeschoss werden für die Hortkinder ebenfalls teilweise die Grundrisse verändert und ein größerer Multifunktionsraum geschaffen. Der Sanitärtrakt müsse modernisert, im ganzen Haus alle Gruppenräume – 70 Prozent der Nutzfläche – verdämmt werden. Fenster müssten nicht erneuert werden, so Jochintke, das Dach schon.